Andüngung Raps

Landberatung Bockenem e. V.

 

Aktuelle Situation: Durch die anhaltend wassergesättigten Böden leiden besonders die schwachen Rapspflanzen auf den Tonböden ununterbrochen. Der permanente Sauerstoffmangel in der Wurzelzone beeinträchtigt die Wurzelentwicklung dort stark. Zu den schlechten Wachstumsbedingungen der Wurzel kommt erschwerend hinzu, dass die Nährstoffkonzentration im Wurzelraum durch die massiven Niederschläge voraussichtlich sehr gering sein wird. Blattverluste sind bislang noch nicht aufgetreten, sodass zusätzlicher Stickstoff zur Regeneration im Moment noch nicht benötigt wird.

Düngestrategie: Ab 01. Februar ist die Sperrfrist zur Ausbringung von Düngemitteln auf Acker- und Grünland beendet. Für Anfang Februar werden kühlere Temperaturen mit nächtlichem Frost angesagt. Wenn der Frost trägt kann dieses zum Ende der Kälteperiode genutzt werden, um eine erste Düngung bodenschonend auszubringen und die Bodenvorräte mit Stickstoff und Schwefel wieder aufzufüllen. Für nitrathaltige Dünger ist es zu diesem Zeitpunkt in der Regel noch zu früh. Generell sind bei der Ausbringung die oben genannten gesetzlichen Einschränkungen zur Aufnahmefähigkeit der Böden zu beachten.

Bevor die Startgabe durchgeführt werden kann, muss eine Düngebedarfsermittlung für jeden Schlag oder Bewirtschaftungseinheit vorliegen. Von dem ermittelten ertragsabhängigen Bedarfswert müssen anschließend noch Abzüge für Nachlieferung aus Organik und v.a. für den Nmin Wert abgezogen werden. Bei der Planung der Gaben sollte in diesem Frühjahr besonders bei schwachem Raps der Schwerpunkt der Düngemenge auf die erste Gabe gelegt werden.

05.02.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").