Entwicklung im Winterraps

LB Bockenem e. V.

 


Die Entwicklung vom Winterraps ist auch in diesem Jahr sehr unterschiedlich. Neben durchschnittlich bis üppig entwickelten Beständen auf milden Böden mit guter Wasserführung findet man häufig kümmernde und kleine Rapspflanzen auf Tonstellen und staunassen, verdichteten Teilflächen. In welchem Umfang sich diese Unterschiede über den Winter ausgleichen können, oder ob es noch zu Ausfällen kommt, können wir noch nicht vorhersagen. Dennoch scheint es sinnvoll zu sein, schon jetzt die besseren Bestände einmal auf ihre Herbstaufnahme an Stickstoff zu beurteilen. Im Hinblick auf die Verteilung der möglichen Stickstoffmenge aus der Bedarfsplanung im Frühjahr, kann es erforderlich werden, Stickstoff von den üppigen Beständen zur Förderung auf die schwachen Bestände umzuverteilen. Dieses gewinnt auch durch die Anrechnung der
Herbstdüngung weiter an Bedeutung.

Neben der Frischmassewiegung von repräsentativen Beprobungsfenstern (mind. 3-mal 1m²) des oberirdischen Aufwuchses steht auch die Bildanalyse über die Smartphone-Anwendung Yara ImageIT zur Verfügung. Die Bestimmung der N-Aufnahme vor (Herbst) und nach (Frühjahr) eventuellen Blattverlusten gibt Sicherheit über die Höhe des möglichen Einsparungspotentials üppiger Bestände.

Diese winterliche Feldbegehung sollte auch dafür genutzt werden, den Befall mit Rapserdfloh und Kleiner Kohlfliege zu bonitieren. Wird dabei festgestellt, dass an mehr als 60 % der Blattstiele Verbräunungen, Bohrlöcher oder Larven des Erdflohs zu finden sind, kann im Frühjahr noch eine Insektizidbehandlung gegen die kleinen Larven vorgenommen werden.
 

13.12.2017
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").