Kartoffelernte 2017

Landberatung Lüneburg e. V.

 

 



Die Kartoffelernte 2017 steht vor allem bei uns im Norden vor der Herausforderung, die geernteten Knollen möglichst ohne Verluste und Qualitätsprobleme wieder auslagern zu können. Wo regional ergiebige Niederschlägen gefallen sind und das Wasser in den Kartoffelreihen stand, werden nassfaule/faule Knollen vorhanden sein. Deshalb ist es besonders bei Lagerware wichtig, diese Partien/Parzellen/Fahrgassen gesondert zu ernten und zu lagern. Betroffene Bestände möglichst zuletzt und nicht bei Nässe roden. Nassfaule Knollen sind möglichst schon beim Roden heraus zu selektieren. Eine schnelle Abtrocknung der geernteten Knollen gewährleistet eine gute Wundheilung. Risikopartien sollten –falls möglich- früh vermarktet werden. Rode- und Einlagerungstechnik bei Bedarf reinigen.

 

Risikofaktoren / Darauf ist zu achten:

 

·      Lentizellen: Offene Lentizellen sind ein deutliches Warnsignal für ein erhöhtes Fäulnisrisiko

·      Mutterknollen: Sie befinden sich z.T. erst jetzt in Zersetzung und bergen Infektionspotential

·      Schorf/Fraßstellen: Sie können als Eintrittspforte für verschiedene Erreger dienen

·      Nassfaule Knollen: Besser im Damm verfaulen lassen, als zu versuchen, sie auf dem Roder auszulesen. Kritische Bereiche, wie Senken oder feuchte Stellen, deutlich markieren und gegebenenfalls nicht roden.

·      Tages- und Nachttemperatur: Differenz sollte mindestens 2 °C betragen, um Abtrocknungsbelüftung sicherzustellen

·      Taupunkt: Nur wenn der erwartete Taupunkt der Außenluft deutlich unter dem Taupunkt der Kartoffeln im Lager liegt, ist eine Abtrocknung über das Sättigungsdefizit möglich

05.09.2017
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort")