Maisaussaat 2018

Landberatung Peine e.V.

Langjährig haben sich Saattermine ab dem 15. April als optimal herausgestellt. In den vergangenen Jahren wurden mit frühen Aussaaten, teilweise vor Mitte April gute Ergebnisse erzielt. Kritischer als mögliche Frostschäden sind oftmals extrem lange Auflaufphasen unter widrigen Witterungsbedingungen, was Keimlingsausfälle und entsprechend schlechte Feldaufgänge zur Folge haben kann. Wird früher gesät, fehlen dem Mais oft die ausreichenden Bodentemperaturen für die Keimung und ein zügiges Auflaufen. Je länger sich der Feldaufgang hinzieht, desto größer ist die Gefahr lückiger Bestände mit hohen Anteilen schwacher Einzelpflanzen. Bei späterer Aussaat im Mai verringert sich zwar in der Regel die Zeit zwischen Aussaat und Feldaufgang, durch das spätere Auflaufen gehen dem Mais aber bereits wichtige Tage für die Entwicklung verloren.
Bei der Maisaussaat ist sehr wichtig, dass der Boden eine Temperatur von durchschnittlich 8 °C erreicht haben sollte, bevor das Saatgut in den Boden gebracht wird.
Bei relativ guter Frostgare muss der Boden nicht in jedem Fall tief bearbeitet werden. Auf den milden Lehmböden sollte bei einer Mulchsaat eine Lockerung von etwa 15-18 cm erfolgen, um die Erwärmung des Bodens zu beschleunigen. Auf den tonigen Standorten kann bereits eine flache Saatbettbereitung „zur Einebnung“ ausreichend sein (evtl. auch zur Einarbeitung von Wirtschaftsdüngern). Sollte zur Bodenbearbeitung der Pflug mit einem Packer zum Einsatz kommen, so ist hier ca. 25-30 cm tief zu arbeiten. In Mulchsaaten mit Grubbereinsatz sind Meißel- oder Doppelherzschare zu verwenden, um Verdichtungshorizonte zu vermeiden.


Bei der Aussaatstärke muss zwischen qualitäts- und ertragsbetonten Sorten unterschieden werden. Für die Milchviehfütterung sind besser 9 Pflanzen je m² auszusäen, während Energiemaissorten mit 9-11 Pflanzen je m² gedrillt werden können. Auf leichten Standorten ohne gesicherte Wasserversorgung sollte die Aussaatstärke auf 8 Pflanzen je m² reduziert werden.
Kontrollieren Sie neben der Aussaatstärke auch die ordnungsgemäße Anordnung der Sä- und Düngeraggregate. Die optimale Ablagetiefe des Maiskorns liegt zwischen 4-5 cm (hoher Keimwasserbedarf), das für die Jugendentwicklung erforderliche Düngerband (Unterfußdüngung) sollte 5 cm neben und 5 cm unter dem Saatkorn abgelegt sein. Für einen erfolgreichen Maisanbau ist die richtig platzierte Unterfußdüngung als Pflichtmaßnahme anzusehen.

12.04.2018
Anmerkung der Redaktion: Auszug aus dem Rundschreiben. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").