Neues zur Düngeverordnung

LB Bockenem e. V.

 

 
Mit der Herausgabe eines Frage-Antwort-Katalogs klärt die LWK Niedersachsen einige offene Fragen im Zusammenhang mit der neuen Düngeverordnung. Der Katalog ist unter dem Webcode 01033093 zu finden, umfasst insgesamt elf Seiten und soll im Zeitverlauf fortgeführt und angepasst werden.

Einige Punkte, besonders die Anrechnung der Herbstdüngung zeigen wie schwierig es den Verantwortlichen fällt, die theoretischen Annahmen nun in die Praxis umzusetzen. Nach dem aktuellen Stand der Informationen wird es in vielen Fällen zu Engpässen in der Nährstoffversorgung der Pflanzen kommen. Kurzum laufen wir unter den aktuellen Annahmen in eine katastrophale Situation, die mit pflanzenbaulichem Fachwissen unter keinen Umständen nachvollziehbar erscheint.

Es bleibt offen, welche „Sau das nächste Mal durchs Dorf getrieben wird“ und wie weit fachlich sinnvolle Änderungen noch Gehör finden können. Über neue Informationen halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden.

Im Folgenden sind die wichtigsten Punkte, die bei unseren Düngeseminaren noch offen waren, stichpunktartig aufgeführt.
 
-• Anrechnung der Herbstdüngung mit mineralischen Düngern muss zu 100% und von organischen Düngern je nach Mindestwirksamkeit (z. B. Gärrest 50 %) erfolgen!

-• Nutzung von neu veröffentlichten Nmin-Richtwerten (Durchschnitt der Nmin-Werte der letzten fünf Jahre) zur frühen Bedarfsermittlung ohne eigene Werte. Anpassung der Planung nach Kenntnis der tatsächlichen Werte des Jahres. Eine Tabelle der für unseren Bodenklimaraum ermittelten Werte nächste Seite oder unter Webcode 01033075 auf der Kammerseite

-• Die Ertragsdifferenzen bei der Düngeplanung können interpoliert werden, d.h. pro dt mehr Ertrag, steigt der Zuschlag anteilig. Beispiel: A-Weizen, 93dt/ha = Zuschlag von 13 kg N/ha beim Stickstoffbedarfswert

-• Keine Düngebedarfsplanung für Phosphor auf Schlägen mit weniger als 1 ha, für Stickstoff jedoch schon.
 
-• Tiefställe für Huf- und Klauentiere dienen als Lagerraum für Mist, wenn diese die entsprechenden Kapazitätsanforderungen erfüllen. (Ab 2020 Lagerkapazität für 2 Monate.)

-• Zwischenlagerung von Festmist von Huf- und Klauentieren und Geflügelmisten ist weiterhin möglich, es muss jedoch der benötigte Lagerraum auf dem Betrieb trotzdem vorhanden sein. (Auszug aus dem Rundschreiben)

13.12.2017
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").