Ein gutes Nährstoffmanagement dank der Landberatung

Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium sind essentiell für das Wachstum aller Lebewesen, besonders für Pflanzen und daher Hauptbestandteile von Düngemitteln und unverzichtbar für die weltweite Nahrungsmittelproduktion. Nährstoffmanagement beschreibt den Kreislauf (offen, geschlossen) dieser Nährstoffe.


Nährstoffbilanz nach der Düngeverordnung

Eine Nährstoffbilanzierung ist eine Gegenüberstellung von zugeführten und abgeführten Nährstoffmengen unter Zugrundelegung einer Bezugsebene (Betrieb, Schlag) und eines Bilanzzeitraumes (Jahr, Fruchtfolge):

Nährstoffzufuhr – Nährstoffabfuhr = Nährstoffsaldo

Die Nährstoffbilanz überprüft den Nährstoffeinsatz (Stickstoff, Phosphor, Kali) und beurteilt die Nährstoffeffizienz eines Landnutzungssystems. Die Datengrundlage bilden schlag- und betriebsbezogene Aufzeichnungen, die Ackerschlagkartei, das Stallbuch sowie Unterlagen der Buchführung.

In der Düngeverordnung ist die jährliche Erstellung eines Nährstoffvergleiches vorgeschrieben. Als Ordnungswidrigkeit wird geahndet, wenn der Nährstoffvergleich nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erstellt worden ist. Außerdem kann dies Sanktionen in Bezug auf Cross Compliance nach sich ziehen. Bis spätestens 31. März jeden Jahres muss der Nährstoffvergleich für das abgelaufene Düngejahr erstellt werden.

Die Landberatung in Niedersachsen war und ist die erste Anlaufstelle zur Erstellung von Nährstoffbilanzen. Wenden Sie sich an Ihren Beratungsring, wenn Sie sich die langjährige Erfahrung der Berater zunutze machen wollen, die Ihre Bilanz gerne erstellen.

Grundsätzlich ist es möglich Nährstoffbilanzierung „von Hand“ durchzuführen. Bei umfangreichen Arbeiten zur Bilanzierung ist der Aufwand hierfür allerdings erheblich. Da die elektronische Datenerfassung sich mittlerweile auf vielen Betrieben durchgesetzt hat, bietet es sich an eine PC-Anwendung für  Nährstoffbilanzierung zu verwenden.

Entsprechend der Düngeverordnung zur Nährstoffbilanzierung wurden von der Landberatung auf der Grundlage langjähriger Erfahrungen der Berater ein Programm erstellt, das diese Rechnung übernimmt.

Der Landberatung Nährstoffmanager ist ein Programm zur Erstellung von Nährstoffvergleichen, Gesamtbetrieblicher Nährstoffverwertung (Qualifizierter Flächennachweis) und der Humusbilanz.

Hier finden Sie alle Informationen zum Programm.

Humusbilanzierung, Stoffstrombilanz

Ein ausreichender Gehalt an Humus (organischer Bodensubstanz) ist die Voraussetzung für die nachhaltige natürliche Bodenfruchtbarkeit, denn der Humus beeinflusst viele Bodeneigenschaften, die auf die Ertragsfähigkeit, Bearbeitbarkeit, Erosionsanfälligkeit und auch auf die Filter- und Pufferfunktion einwirken.

Humus ist eine langsam und langfristig verfügbare Nährstoffquelle für Pflanzen. Durch mikrobiellen Abbau der Humusbestandteile werden darin gebundene Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphat oder Schwefel in pflanzenverfügbare Formen überführt. Andere Nährstoffe wie Kalium oder Magnesium können an den Humusteilchen austauschbar gebunden werden.

Die Humusbilanz ist ein nützliches Tool zur Beurteilung der Humuswirtschaft
Ihres Betriebes. Der Vergleich des fruchtartspezifischen Humusbedarf mit der Humuslieferung organischer Materialien ist die Grundlage für die Humusbilanzierung. Der Humusbilanzsaldo als Ergebnis der Humusbilanzierung darf nach Cross Compliance-Vorgaben den Wert von -75 kg C je ha und Jahr nicht unterschreiten.

Gerne sind unsere Berater Ihnen bei der Berechnung der Humusbilanz behilflich. Der Landberatung Nährstoffmanager berechnet aus den Daten des Nährstoffvergleiches eine Humusbilanz für Ihren Betrieb.

Gesamtbetriebliche Nährstoffverwertbarkeit - Qualifizierter Flächennachweis (QFN)

Der qualifizierte Flächennachweis oder auch die gesamtbetriebliche Nährstoffverwertbarkeit vergleicht die künftig verwertbaren Nährstoffmengen mit der im Betrieb anfallenden Wirtschaftsdüngermenge. Der QFN überprüft, ob bei landwirtschaftlichen Bauvorhaben die im Betrieb anfallenden Wirtschaftsdünger ordnungsgemäß verwertet werden können, und ist damit Verwaltungsbestandteil bei Genehmigungsverfahren nach Baurecht und Bundesimmissionsschutzgesetz. Darüber hinaus ist der QFN Verwaltungsbestandteil bei Import von HTK und Hähnchenmist aus den Niederlanden.