Aussaat Mais

Der optimale Aussaatzeitpunkt von Mais ist erreicht, wenn die Bodentemperatur dauerhaft über 8°C liegt und idealer Weise nach der Aussaat auf über 13°C steigt. So wird ein zügiger Feldaufgang gefördert, der zu einer besseren Vitalität und Widerstandsfähigkeit führt, vor allem gegenüber spätem Frost. Ist der Boden zu kalt, verlängert sich hingegen die Auflaufphase, was einen ungleichmäßigen Feldaufgang zur Folge hat und zu Beschattungseffekten auf Nachzügler führt. Ein verzettelter Aufgang erschwert außerdem den Einsatz von Herbiziden. Eine Beschleunigung der Bodenerwärmung sollte daher ein wichtiges Ziel in der Bodenbearbeitung im Frühjahr darstellen. Die Ablage sollte 4-5 cm tief erfolgen, wobei ein guter Kontakt zum feuchten Boden zwingend notwendig ist, um das Auflaufen auch ohne anschließenden Regen zu gewährleisten. Neben dem Aussaatzeitpunkt ist die optimale Aussaatstärke entscheidend, die sich nach Sorte und Standort richtet. Dabei gilt, dass frühe Sorten von einer höheren Aussaatstärke profitieren, da, trotz des begrenzten Kolbenertrags, so optimale Erträge erzielt werden können. Spätere Sorten können hingegen den verfügbaren Raum länger nutzen und bilden dadurch ein höheres Kolbengewicht aus, was dazu führt, dass diese Sorten auch mit einer niedrigeren Aussaatstärke eine optimale Ertragsleistung zeigen können. Vor allem ist die Saatstärke aber von der Wasserversorgung des Standortes abhängig:

25 – 30 Bodenpunkte ohne Beregnung    6,5 – 7,5 Körner/m²
40 – 45 Bodenpunkte ohne Beregnung    7,5 – 8,5 Körner/m²
70 – 80 Bodenpunkte ohne Beregnung    9,0 – 10,5 Körner/m²
25 – 45 Bodenpunkte mit Beregnung       9,0 – 10,5 Körner/m²

In Abhängigkeit von der Wasserverfügbarkeit können 6,5-10,5 Pflanzen/m² maximale Erträge erzielen, wobei weniger als 6,5 Pflanzen/m² aufgrund geringer Strahlung zu einem deutlichen Ertragsrückgang in unseren Breiten führen können. Bei mehr als 11 Pflanzen/m² kann es, vor allem bei großblättrigen Sorten, zu einer übermäßigen Beschattung kommen, die sich ebenfalls negativ auf den Ertrag auswirkt. Eine Unterfußdüngung mit Phosphor hat sich in der Vergangenheit als förderlich erwiesen – auch auf gut versorgten Standorten. Das Düngerband sollte 5 cm neben der Reihe in 5 cm Tiefe platziert werden, mit dem Ziel, den Phosphor nah an die Wurzel zu bringen. Um die Nährstoffverfügbarkeit im Boden zu verbessern, ……

(Auszug aus dem Rundschreiben) Zu Mittelwahl und -anwendung wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort.

Autor: Landberatung Peine-Burgdorf e. V.

20.04.2023

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