Blütenbehandlung in Winterraps

Landberatung Grafschaft Hoya e. V.

Der optimale Termin für die Blütenbehandlung ist erreicht, wenn 60 % der Blüten am Haupttrieb aufgeblüht sind und die ersten Blütenblätter abfallen. Die Blütenbehandlung hat vor allem das Ziel, die Pilzkrankheit Sklerotinia (Weißstängeligkeit) zu bekämpfen. Optimale Infektionsbedingungen für Sklerotinia sind Temperaturen über 20 °C. Ausreichende Feuchte ist durch den morgendlichen Tau meistens in den Beständen ausreichend vorhanden.
In der Vollblüte ist deshalb der Einsatz eines Fungizids in Kombination mit einem Insektizid eine sinnvolle Maßnahme, um das Auftreten von Sklerotinia aber auch Alternaria und Verticillium zu verhindern sowie die Schotenschädlinge Kohlschotenrüssler und Kohlschotenmücke zu bekämpfen.

Es ist die Bienengefährlichkeit der einzelnen Mischungen zu beachten! B2 Produkte bzw. Mischungen dürfen nur nach Ende des Bienenfluges bis 23 Uhr eingesetzt werden. Allerdings sollte zum Schutz der Bienen möglichst jede Blütenbehandlung (sowohl bei B4 Mischungen, als auch ohne Insektizideinsatz) in den Abendstunden erfolgen.

Bei geringerem Infektionsdruck haben in den letzten Jahren preisgünstige Mischungen in jeweils halber Aufwandmenge einen ausreichenden Schutz geboten. In dieser Maßnahme sollte eine Wasseraufwandmenge von mindestens 300 l/ha eingesetzt werden. Eine Zumischung von 30 – 50 l/ha AHL sollte nur noch erfolgen, wenn es aus der Düngeplanung heraus erforderlich ist. (Auszug aus dem Rundschreiben)

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