Empfehlung zur Maisaussaat 2022

Ab Mitte April kann mit der Maisbestellung begonnen werden. Dabei sollte die Bodentemperatur in 5 cm Tiefe mindestens 8°C betragen. Für die hiesige Region haben sich Aussaaten zwischen dem 20.04. und dem 05.05. langjährig bewährt. Bei sehr späten Saatterminen (nach dem 10. Mai) müssen Sie mit Ertrags- und Qualitätseinbußen rechnen. Beim Mais kommt es während der Saat besonders auf eine genaue Verteilung in der Reihe und eine gleichmäßige Ablagetiefe an. Die Ablagetiefe der Körner richtet sich nach der Standortqualität: Auf leichten, zur Trockenheit neigenden Böden 5 – 6 cm und auf kaltgründigen Böden 4 – 5 cm. Die Ablage von mineralischem Unterfußdünger erfolgt im günstigen Fall 5 cm neben und 5 cm tiefer als die Saatgutablage, während Gülle und Gärreste bestenfalls als Band ca. 7 cm unter dem Saatkorn gezogen werden.

Die optimale Aussaatstärke richtet sich nach Standort und Sortentyp. Die Ausgangspflanzenzahl liegt für mittlere Standorte bei 8 Pflanzen/m². Grundsätzlich gilt: Eine höhere Bestandesdichte erhöht den Massenertrag, senkt jedoch den Stärkegehalt, verzögert die Abreife und verschlechtert die Energiedichte sowie die Standfestigkeit.

Düngung: Die Regelungen der Düngeverordnung sind grundsätzlich zu beachten. Für die zu düngende Menge gibt die vorher zu berechnende Düngebedarfsermittlung die Höchstgrenze an. Doch diese ist nicht in jedem Fall auszunutzen. Mais verfügt, ähnlich wie die Zuckerrübe, über ein relativ hohes Einsparpotential. Moderate Minderungen der N-Düngung ziehen nur geringe Ertragsrückgänge nach sich; z.B. ergaben Versuche der LWK mit einer N-Düngung von 80% des Düngebedarfes ca. 3% weniger Ertrag gegenüber der vollen Ausnutzung.

Wirtschaftsdünger lassen sich bei Mais besonders effizient einsetzen. Dies liegt u.a. an der längeren Wachstumsphase, der höchsten Bedarfszeit im Sommer sowie an den effizienten Ausbringungsmöglichkeiten. Unter diesen Umständen sind N-Anrechenbarkeiten von bis zu 80% normal. Eine ausschließliche organische Düngung ist durchaus möglich, wenn der größere Anteil als Unterfußdüngung (s.o.) eingesetzt wird. Ansonsten ist eine mineralische Unterfußdüngung mit mindestens 20 kg/ha P durch N/P-Dünger notwendig. Dies gilt für Böden mit hoher P-Versorgung bzw. bei regelmäßig hohem Wirtschaftsdüngereinsatz. Unter anderen Bedingungen sollte die Unterfußversorgung mit P höher sein.

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