Ergänzung der Futtervorräte durch Ganzpflanzensilage (GPS)

Landberatung Lüneburg e. V.

Auch als Folge der Vorjahre herrscht auf vielen Betrieben Grundfuttermangel. Eine Möglichkeit zur Schließung der Lücke kann die Silierung von Getreide bieten. Zu bedenken ist, dass Getreide-GPS ein energiereiches, jedoch eiweißarmes Grundfutter ist. Um eine möglichst hohe Energiedichte zu erreichen, sollte der Kornanteil mindestens 50% betragen. Aufgrund des engeren Korn:Stroh-Verhältnisses eignen sich Gerste, Weizen und Triticale daher besser als Roggen.

Der optimale Erntezeitpunkt stellt einen Kompromiss zwischen möglichst hohen TM-Erträgen und nicht zu hohen TM-Gehalten dar. Angestrebt werden 35% bis max. 45% TM, bei Roggen eher 35%. Dann sind noch genügend leicht lösliche Kohlenhydrate vorhanden, die eine gute Vergärung ermöglichen. In diesem Stadium sind die Halmknoten noch grün und das Stroh beginnt sich gelb zu färben. Die Körner lassen sich mit dem Fingernagel leicht eindrücken, spritzen aber nicht mehr.
Die Häckseltechnik sollte ein Aufspleißen der Halme und eine Häcksellänge von max. 8 mm gewährleisten. Außerdem müssen die Körner angeschlagen sein (Cracker). Die GPS muss hoch verdichtet und umgehend abgedeckt werden. Der Einsatz eines Siliermittels auf Milchsäurebasis wird empfohlen.
Als Folgefrüchte bieten sich Mais oder Feldgras an. Bei Saatzeiten im Mai ermöglicht Mais gute Ertragsaussichten. Die Reifezahl sollte unter 220 liegen. Beim Anbau von Feldgras sind Mischungen aus Deutsches Weidelgras und Welsches Weidelgras zu wählen, wenn auch eine Nutzung im folgenden Frühjahr angestrebt wird. Sollte die Nutzung nur in diesem Jahr erfolgen, ist eine Mischung aus Einjähriges Weidelgras und Welsches Weidelgras anzubauen.

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