Agrarförderung „Bienenweide“ (keine AUM-Maßnahme)

Spezialberatungsring für Rinderhaltung und Futterbau e. V.


Seit  dem Antragsjahr  2018  wird  eine  weitere  Möglichkeit  zur  Bildung  von  ökologischer  Vorrangfläche angeboten und zwar im Bereich der Honigpflanzen oder auch „Bienenweide“. Bei einer „Bienenweide“ handelt es sich um eine Brachefläche auf Ackerland mit  Honigpflanzen (pollen- und nektarreiche Arten) mit  einer Mindestgröße  von  1  ha.  Diese  Maßnahme  ist  gerade  in  Bezug  auf  den  ÖVF-Gewichtungsfaktor  von  1,5 interessant und kann sowohl einjährig als auch mehrjährig (max. 3 Jahre) beantragt werden. Eine Aussaat muss bis zum 31.05. eines jeden Jahres erfolgt sein. Eine Nutzung ist erst nach dem 01.10. erlaubt! Bei Anlage der Bienenweide  ist  die  Zusammensetzung  des  Saatgutes  zu  beachten,  hierbei  kann  der  örtliche  Handel Hilfestellung bieten. Weitere Informationen sind auf der Internetseite der LWK-Niedersachen unter Webcode: 01033635 zu finden.

Empfehlungen Bienen/Honigbrachemischungen

Ab dem Antragsjahr 2019 muss eine Mischung aus einer vorgegebenen Mindestanzahl verschiedener pollen- und nektarreichen Arten aus einer Kulturartenliste bestehen:
a) 1-jährige Honigpflanzenmischungen:
mindestens 10 Arten aus Gruppe A, die um Arten aus der Gruppe B ergänzt sein können

b) mehrjährige  Honigpflanzenmischungen  (max.  3  Jahre):  mindestens  5  Arten  der  Gruppe  A  und mindestens 15 Arten der Gruppe B). Die mehrjährige Honigbrache empfehlen wir aufgrund der Gefahr einer Vergrasung nicht.
Auflagen: Amtl. Saatgutetiketten und Rechnungen des Saatgutes sind aufzubewahren.

18.03.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").