Auflagen Zwischenfruchtanbau 2019 und Blühstreifen

Landberatung Hannover-Burgdorf e. V.

 

Zwischenfrüchte mit Greeninganrechnung: Zwischenfrüchte, die im Rahmen des Greenings angebaut wurden, dürfen zur Verhinderung der Samenreife hoch geschlegelt oder gewalzt werden. Ein Datum dazu ist nicht festgelegt. Beim Schlegeln möglichst noch sichtbare Stoppeln von mind. ca. 20-cm stehen lassen damit Prüfer noch erkennen können, dass dort Zwischenfrüchte standen. Beim Walzen ist darauf zu achten, dass kein Eingriff in den Boden erfolgt (keine Messerwalzen)! Eine Beseitigung darf erst nach dem 15. Februar erfolgen, diese darf auch chemisch erfolgen. Eine Nutzung darf auch in diesem Jahr  ausnahmsweise nach Anzeige bei der Bewilligungsstelle erfolgen. 

Zwischenfrüchte im Rahmen eines NAU-Programms:  AL 21 (abfrierende ZF):  Ein Abschlegeln oder eine Nutzung des Aufwuchses ist erst nach Ende der Vegetationszeit (15. November) möglich, wenn dadurch der Schutz des Bodens durch Auswaschung und Erosion nicht beeinträchtigt wird. Wenn bei AL 21 eine winterharte Zwischenfrucht angebaut wird, kann eine Nutzung vor dem 15.11. stattfinden (Schnitt bzw. Beweidung mit Schafen oder Rindern). Es muss sichergestellt sein, dass durch den Verbiss und die Trittspuren die ZF nicht beseitigt wird. Um ein Aussamen der Zwischenfrüchte zu verhindern, ist ein hohes Schröpfen/Schlegeln auch vor der Vegetationsruhe erlaubt. Grundsätzlich muss bis zum 15.02. deutlich erkennbar bleiben, dass eine Zwischenfrucht oder Untersaat angebaut wurde.    

AL 22 (winterharte ZF):  Eine Nutzung des Aufwuchses ist zeitlich uneingeschränkt möglich in Form einer Beweidung mit mobilen Weidezäunen, die täglich weitergesteckt werden oder im Rahmen der Hüteschafhaltung („Wanderschäfer“). Eine Schnittnutzung mit Abfuhr des Aufwuchses ist möglich. Grundsätzlich muss bis zum 01.03. deutlich erkennbar bleiben,
dass eine Zwischenfrucht oder Untersaat angebaut wurde.    
Ab dem 15.02. (AL 21) bzw. ab dem 01.03. (AL 22) dürfen die Bestände beseitigt werden (Scheibenegge, Grubber, Pflug). Eine chemische Beseitigung der ZF (mit Glyphosat) ist auch nach diesem Datum nicht erlaubt!   

Zwischenfrüchte in Wasserschutzgebieten: Beim Zwischenfruchtanbau im Rahmen der freiwilligen Vereinbarungen sind ebenfalls gewisse Daten und Auflagen einzuhalten. Hierzu sollten Sie vor geplanten Maßnahmen Rücksprache mit Ihrem jeweiligen Wasserschutzberater halten.  

Winterruhe von Blühstreifen: Bei den einjährigen Blühstreifen (BS 11+12) muss die Winterruhe von 30 % der bewilligten Fläche eingehalten werden! Die restlichen 70 % der Verpflichtungsfläche dürfen seit dem 15.10. geschlegelt werden. 

13.11.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").