Ausbruch der ASP-Was käme auf Erzeuger und Handel zu?

Landberatung Northeim

 

In Belgien sind an der afrkanischen Schweinepest (ASP) verendete Wildschweine gefunden worden. Was passiert, wenn die Seuche auch nach Deutschland kommt?
Das ASP-Virus wird über den direkten Kontakt mit Blut, Se- und Exkreten an Geweben, Lebensmitteln, Kadavern und mit Blut kontaminierten Fahrzeugen, Gegenstände oder Kleidung übertragen. Die einzuleitenden Maßnahmen im Falle eines Ausbruches sind bei Wild- und Hausschweinen unterschiedlich. Ein Ausbruch bei Wildschweinen wird wegen der längeren Restriktionen und schlechter Beherrschbarkeit als gravierender eingeschätzt, als bei Hausschweinen.

Maßnahmen bei Ausbruch von ASP bei Wildschweinen für ca. 6 Monate:
->Seuchengebiet ca. 15 km um eine Fund- bzw. Abschussstelle
- Hausschweine dürfen keinen Kontakt zu Wildschweinen bekommen können
- Vorrichtungen für Reinigung/Desinfektion an allen Stallein- und -ausgängen
- Wildschweinsichere Aufbewahrung von Futter, Einstreu und Gegenständen
- Außerhalb des Geländes Hunde nur unter Aufsicht führen
- Gras, Heu, Stroh aus dem Seuchengebiet nicht für Schweine verwenden
- Lebende Schweine, frisches Fleisch und Erzeugnisse daraus dürfen nicht in andere Mitgliedsstaaten oder Drittländer verbracht werden. Wohl aber in die Pufferzone bzw. in freie
Staatsgebiete.
- Einstallung von Schweinen nur mit Genehmigung

->Pufferzone etwa doppelt so groß ca. 30 km
- Auflagen zum Verbringen von Schweinen durch Veterinäramt

Maßnahmen bei Ausbruch von ASP bei Hausschweinen für min. 45 Tage
-> Im Seuchenbetrieb werden alle Schweine getötet und die Kadaver entsorgt. Fleischerzeugnisse, Sperma, Eizellen und Gülle dürfen den Standort nicht verlassen. Haltungssysteme sind zu reinigen und desinfizieren.
-> Im Sperrgebiet (ca. 3 km)
- für min. 40 Tage zusätzlich „Stand-Still“ mit Verbringungsverbot, Betreten und Befahren nur
mit Genehmigung und Schutzkleidung. Reinigung und Desinfektion auch von Fahrzeugen.
- Untersuchung in allen schweinehaltenden Betrieben
- Keine künstliche Besamung, Hausschlachtungen, Märkte etc.
- Betreten der Betriebe durch Betriebsfremde nur mit Genehmigung
- Im Beobachtungsgebiet (ca. 10 km Radius)
- Verbote und Ausnahmen im Großen und Ganzen wie im Sperrbezirk. Verkürzte aber
genehmigungspflichtige Wartezeiten für die Verbringung möglich.

Auszug aus dem Rundschreiben.

26.09.2018

Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").