Aussaat Ackerbohnen

Stader Beratungsringe e. V.

 

Wenn die Befahrbarkeit und Wassersättigung des Bodens es zulassen, kann und soll die Aussaat der Ackerbohnen erfolgen. Optimaler Aussaatzeitpunkt ist Februar- Ende März, wobei nach wie vor gilt: Guter Bodenzustand, d.h. trockene Aussaatbedingungen, kommen vor einem möglichst frühen Aussaattermin! Spätfröste können bis -5°C vertragen werden. Die Aussaattiefe liegt bei 6-8 cm auf schweren und 8-10 cm auf leichten Böden und sollte unbedingt eingehalten werden! Als Großsämerei hat die Bohne einen hohen Keimwasserbedarf, trotzdem darf es kein schmieriger Boden sein! Des Weiteren benötigt die Pflanze die Saattiefe auch, um einen stabilen Stängel bilden zu können. Die vergangenen Jahre haben außerdem gezeigt, dass bei tiefer Saatablage der Blütenansatz etwas höher erfolgt und somit die Ernte erleichtern kann.

Als Mulch- oder Pflugsaat möglich, liegt die Aussaatstärke nach Sorte und Zeitpunkt zwischen 35-50 Körnern/m². Eine Rhizobienimpfung ist laut LWK nicht notwendig, ebenso die Andüngung mit Schwefel. Eine Blattdüngung mit Bor zur Blüte ist aufgrund des hohen Bedarfs entsprechend sinnvoll.

Das Sortenspektrum weitet sich stetig, wobei die altbewährten Sorten Fuego, Fanfare und Tiffany nach wie vor dominieren. Trumpet und Macho lagen im LSV 2020 ertraglich deutlich über den altbewährten Sorten, wobei Macho sich mit Ertrag und TKG in den Marschenregionen weit nach vorne absetzte und wird für den Anbau empfohlen. Die starken Bohnenrostvorkommen im vergangenen Jahr zeigen, wie wichtig die Entwicklung der Sorten auch in diese Richtung ist. Für den Probeanbau werden daher die Sorten Stella und Daisy, welche sich im LSV überdurchschnittlich stabil gegen Rost zeigten, empfohlen. Wer die Bohnen in der Schweinefütterung einsetzen möchte, sollte auf die tanninfreien Sorten Taifun oder Bianca (Saatzucht Steinach) zurückgreifen.
Eine VA-Bodenherbizidgabe sollte nur unter optimalen Bedingungen erfolgen. Hierzu ist ein fein- krümeliges und feuchtes Saatbett nötig. Im Nachauflauf kann gegen Ackerfuchsschwanz nachbehandelt werden. Zur alleinigen Ausfallgetreidebekämpfung kann mit FOP-haltigen Präparaten gearbeitet werden.

Auszug aus dem Rundschreiben

23.02.2021:
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").