Aussaat von Zuckerrüben

Landberatung Peine e. V.

 

Die aktuelle Bodentemperatur liegt mit 5 – 6 °C ca. 1 °C höher als der mehrjährige Durchschnitt. Für einen schnellen und gleichmäßigen Aufgang werden allerdings Temperaturen von über 8°C benötigt. Durch die Trockenheit ist die Bodenbearbeitung auf den meisten Standorten möglich. Schwere Tonböden sollten nicht zu tief gelockert werden, hier reicht eine flache Saatbettbereitung meist aus. Auf Lehmböden hat sich in den obersten 20-25 cm eine gute Gare eingestellt, auch hier ist i.d.R. nur eine flache Saatbettbereitung notwendig. Ansonsten ist eine Lockerung auf 15 cm ausreichend. Sandböden sollten auf Grund der natürlichen Lagerungseigenschaften auf bis zu 25 cm gelockert werden, vielfach ist dies schon im Herbst geschehen. Es ist darauf zu achten, dass der Boden nach der Bearbeitung genügend Rückverfestigt wird.

Da die neonikotinoiden Beizen im Jahr 2019 nicht mehr verwendet werden dürfen, ist in diesem Jahr die Aussaat von überlagertem Saatgut nicht erlaubt. Auch ist letztmalig die Aussaat von Thiram gebeiztem Saatgut gestattet. Bei Nachbestellungen ist darauf zu achten, dass Vibrance SB angebeizt wurde, um Restmengen aufbrauchen zu dürfen.

Bei nicht optimalen Auflaufbedingungen der Zuckerrüben kann es durch Mäusefraß zu erheblichen Verlusten kommen. Je nach Witterung liegen die Rübenpillen 7 – 14 Tage im Boden bevor sie keimen. Auf bekannten Befallsflächen sollte in der Zeit bis zum Auflaufen eine Ablenkungsfütterung, z.B. mit erhitztem Weizen, durchgeführt werden. Die Futterstellen sind regelmäßig zu kontrollieren. Wenn nötig, ist neuer Weizen auszulegen. Das Aufstellen von Sitzstangen (Julen) für Greifvögel ist auch ein Baustein zur Eingrenzung der Mäusepopulation.


14.03.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").