Bekämpfung Ackerfuchsschwanz

Landberatung e.V. Bad Fallingbostel

Ackerfuchsschwanz (AFU) keimt nach einer Keimruhe in der Regel im Herbst. In diesem Jahr ist zu erwarten dass diese, aufgrund der Witterung zwischen Blüte und Samenreife, relativ kurz sein wird und der AFU frühzeitig keimt. Die sicherste Strategie gegen AFU ist das Samenpotential im Boden gering zu
halten. Ein Vergraben der Samen führt zu einer sekundären Keimruhe, was das Samenpotential im Boden weiter ansteigen läßt. Die Samen keimen, wenn sie bei der nächsten Bodenbearbeitung wieder an die Oberfläche geholt werden. Die AFU-Samen lassen sich durch eine sehr flache Bodenbearbeitung (scharfer Striegel, Scheibenegge 1-2cm) zum Keimen anregen. Die Vorbereitung des Saatbettes für die Winterung sollte dann rechtzeitig vor der Aussaat erfolgen. Der Boden setzt sich ausreichend und die erste Welle Samen läuft auf. Diese lassen sich dann chemisch beseitigen. Die Aussaat der Kultur erfolgt dann spät mit so wenig Bodenbearbeitung wie möglich (um die 2. Welle Samen nicht in Keimstimmung zu bringen).

Auf Flächen mit schwer bekämpfbaren AFU sollte die Aufwandmenge
der Herbizide nicht reduziert werden, um die Selektion nicht zu beschleunigen.
Gegebenenfalls muss  im Spätherbst oder Frühjahr nachgelegt werden, um Nachläufer zu entnehmen.  Wichtig ist bei allen Mitteln, diese nur einmal im Jahr und Kultur einzusetzen, um eine rasante Ausbreitung der Resistenzen gegen einzelne Wirkstoffe oder ganze Wirkstoffgruppen nicht weiter voranzutreiben.

(Auszug aus dem Rundschreiben)

09.10.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").