Bestandesführung Wintergetreide

Landberatung Hameln-Holzminden e.V. & VuB "Zwsichen Deister und Leine" e.V.

Die Herbstaussaat geht aufgrund der Witterung einem frühen Ende entgegen. Einige Betriebe sind oder werden in den nächsten Tagen mit der Herbstaussaat fertig sein.


Wintergerste:
Die Aussaat von Wintergerste sollte jetzt unterbleiben. Auch Hybridgerste sollte nur noch in Einzelfällen ausgesät werden. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt keine ausreichende Vorwinterentwicklung mehr zu garantieren.
Die Ende September bestellte Gerste schiebt jetzt oft das zweite Blatt. Hier ist ab sofort unbedingt auf Blattläuse zu achten! Diese übertragen das Gelbverzwergungsvirus, welches im Extremfall für Totalausfälle sorgen kann.


Aufgrund der derzeit trockenen Witterung sollte der Herbizideinsatz überdacht werden. Eine Applikation von Bodenmitteln auf staubtrockene Erde bei Temperaturen von >25 °C und ohne abzusehenden Niederschlagsereignisse machen keinen Sinn! Hier sollte noch mindestens bis nächste Woche gewartet werden und dann neu entschieden werden.
Wenn noch keine Herbizidmaßnahme durchgeführt wurde, so kann dies auf den Windhalmstandorten weiterhin mit den reinen Bodenmitteln geplant werden. Windhalm kann mit Flufenacet i.d.R. auch noch bekämpft werden, wenn er bereits aufgelaufen ist. Wenn Ackerfuchsschwanz vorkommt, sollte mindestens bis zum 3-Blattstadium der Gerste abgewartet werden! Der Fuchsschwanz muss mindestens 2, besser 3 Blätter entwickelt haben, um genug Wirkstoff aufzunehmen.
Für eine Blattdüngung z.B. mit 1,0 - 1,5 l/ha Mangannitrat ist es derzeit noch zu früh. Die Pflanzen sollten mind. 3-4 Blätter ausgebildet haben um genug Nährstoffe aufzunehmen. Mindestens 2-3 regenfreie Tage im Anschluss der Maßnahme sollten für eine gute Aufnahme möglichst gewährleistet sein. Mangan kann bei einer anstehenden Maßnahme mitgeführt werden.

Winterweizen:
In diesem Jahr wurde oft aufgrund der guten Bodengare und der Unsicherheit über die evtl. irgendwann einmal eintretenden längeren Regenereignisse die Aussaat sehr früh und durchgängig durchgeführt. Der frühe Septemberweizen um den 25.09. steht in der Reihe. Auch im Weizen sollte auf Blattläuse und Zikaden geachtet werden. Sie können das Weizenverzwergungsvirus (WDV) übertragen.
Da in der Regel noch keine Herbizide gespritzt wurden muss auch hier aufgrund der Trockenheit wie bei der Gerste umgedacht werden. Bei Windhalmflächen herrscht wie oben beschrieben mehr Flexibilität beim Anwendungstermin. Hier sollte auf starken Tau oder idealerweise auf Regen gewartet werden.

(Auszug aus dem Rundschreiben)

11.10.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei Fragen zu Pflanzenschutzmitteln und Aufwendmengen sowie sonstigen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").

11.10.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei Fragen zu Pflanzenschutzmitteln und Aufwendmengen sowie sonstigen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").