Blattdüngung

Landberatung Schaumburg e.V.

Eine bedarfsgerechte Versorgung insbesondere mit Mangan und mit abnehmendem Bedarf auch mit Kupfer, Zink und Bor ist wichtig für eine gute Vitalität, Wurzelentwicklung, Bestockung und Winterfestigkeit des Wintergetreides im Herbst. Besonders empfindlich auf unzureichende Spurennährstoffversorgung reagiert die Gerste. Weizen und Triticale zeigen nicht so schnell offensichtliche Symptome, leiden aber bei schlechter Versorgung in gleichem Maße. Auf gefährdeten Standorte für Manganmangel kann es bei Gerste zu Aufhellungen bzw. gelbgrünen Verfärbungen der Blätter, wobei die stärker rückverfestigten Schlepperspuren meist deutlich grüner geblieben sind. Neben den Standorteigenschaften wird die Spurennährstoffverfügbarkeit stark durch die Witterungsbedingungen beeinflusst: Trockene Witterungs- und Bodenverhältnisse schränken die Pflanzenverfügbarkeit der Spurennährstoffe ein.
In Wintergerste ist eine Blattdüngung im Herbst mit Mangan auf allen Standorten überlegenswert und bei länger anhaltender Trockenheit auf jeden Fall empfehlenswert. Auf Flächen, auf denen in der Vergangenheit häufiger Manganmangel in der Wintergerste beobachtet wurde, ist bei länger
anhaltender Trockenheit eine Mangan-Blattdüngung auch in Winterweizen und Triticale sinnvoll.
Sofern nicht vorher Aufhellungen beobachtet werden, sollte eine Blattdüngung möglichst erst ab dem 3-Blatt durchgeführt werden, damit genügend Blattfläche zur Aufnahme vorhanden ist. Eventuell bieten sich Kombinationen mit nötigen Insektizidspritzungen an.

11.10.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").