Blattkrankheiten in Zuckerrüben

Landberatung Lüneburg e. V.

 

Unabhängig von der derzeitigen Witterung sollten die Zuckerrübenschläge auf Blattkrankheiten untersucht werden. Denn Befallsbeginn und –stärke können von Schlag zu Schlag stark variieren.
Dabei sind über den Rübenschlag verteilt 100 Blätter aus dem mittleren Teil des Blattapparates der Zuckerrüben zu entnehmen und anschließend auf Befall zu kontrollieren. Ein Blatt gilt als befallen, sobald ein Cercospora- oder Ramularia-Blattfleck gefunden wird. Als Richtwerte gelten folgende Bekämpfungsschwellen:

-  bis zum 01. August           5% befallene Blätter
-  vom 01. bis 15. August     15% befallene Blätter
-  ab 16. August         45% befallene Blätter

Der Behandlungstermin sollte möglichst dicht an das Überschreiten der Bekämpfungsschwelle gelegt werden.
Der Einsatz eines Strobilurin-Wirkstoffes ist sinnvoll; jedoch sollten Strobilurine (Ortiva) aufgrund beginnender Resistenzbildung nur zur 1. Maßnahme im Juli in Kombination mit einem Azol eingesetzt werden. Nach einer erfolgten Behandlung sollten erneute Kontrollen nach ca. 2 Wochen erfolgen. Notwendige Folgebehandlungen sind mit Azolen durchzuführen, wobei auf einen Wirkstoffwechsel zu achten ist.

(Auszug aus dem Rundschreiben)

12.07.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen auch zu Mittelwahl und -anwendung wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").