Fungizideinsatz 2019 im Wintergetreide

Landberatung Gifhorn-Wolfsburg e.V

Die Niederschläge der KW. 14 in Verbindung mit den hohen Temperaturen in den letzten Tagen haben gute Infektionsbedingungen für Braunrost, Septoria tritici, Blattflecken und Netzflecken geschaffen. Insbesondere Braunrost (Winterroggen) und Zwergrost (Wintergerste) waren bereits vor der letzten Woche in vielen Beständen zu finden. Die Bestände sind intensiv zu kontrollieren und ggf. in EC 31/32 (1-/2-Knotenstadium) zu behandeln. Bei moderatem Krankheitsbefall genügen zu diesem Stadium günstige Produkte ohne große Dauerwirkung, da nur die vorhandenen Blätter geschützt werden können. Carboxamide sollten in der T2-Maßnahme auf das Fahnenblatt appliziert werden. Einige Fungizide können in dieser oder der nächsten Saison das letzte Mal vor Ende der Aufbrauchfrist eingesetzt werden. In dieser Saison sind dies Zenit M und propiconazolhaltige Produkte. Im kommenden Jahr kommen Alto und fenpropimorphhaltige Produkte dazu. Sehen Sie Ihren Pflanzenschutzmittelbestand sorgfältig durch und setzen Sie die entsprechenden Mittel sinnvoll ein!

Wintergerste
In den Beständen sind hauptsächlich Infektionen mit Zwergrost zu finden.

Winterroggen
Der Befall mit Braunrost im Winterroggen variiert von Schlag zu Schlag, ist aber überall zu finden.
Ein Halmbruchrisiko ist bei frühen Saaten mit zeitigem Feldaufgang und Getreidevorfrucht vorhanden. Halmbruchwirksame Präparate haben aber nur bei hohen Aufwandmengen eine entsprechende Wirkung.

Triticale
In Triticale sind Gelbrost und Mehltau die vorherrschenden Krankheiten der letzten Jahre gewesen.
Gelbrost lässt sich über tebuconazol oder einfache epoxiconazolhaltige Produkte gut kontrollieren.

Winterweizen
Bis auf Altbefall mit Septoria tritici sind die Winterweizenbestände meistens gesund. Frühe Bestände
beginnen mit dem Schossen, während späte Saaten sich noch bestocken. Bei intensiver Kontrolle der
Bestände kann die T1 hinausgezögert werden

Auszug aus dem Rundschreiben.

10.04.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").