Fusarienbehandlung in Winterweizen und Triticale

Landberatung Grafschaft Hoya e. V.

 

Triticale und frühreife Winterweizen haben bereits die Ähren geschoben, so dass die Blüte nicht  mehr  lange  auf  sich  warten  lässt.  Die  derzeit warme  Witterung  sowie  angesagte Niederschläge lassen Infektionsbedingungen für Ährenkrankheiten wie z.B. Fusarien zu. Fusarienpilze infizieren Weizen und Triticale während der Blüte. Nur wenn diese geöffnet ist, haben die verschiedenen Pilze überhaupt eine Chance, dass sich bildende Korn zu infizieren. Fällt während dieser Zeit Niederschlag, findet der Pilz optimale Bedingungen, um das entsprechende Ährchen zu infizieren. Eine Bekämpfung muss zeitnah zum möglichen Infektionszeitpunkt erfolgen (innerhalb von zwei Tagen). Fusarien führen zu erhöhten DON-Werten und damit zu Problemen bei der Verfütterung. Es besteht die Gefahr, dass die Verkehrsfähigkeit aberkannt wird. Ein typisches Schadbild einer Fusarieninfektion ist eine teiltaube Ähre.

Fusarien  sind  samenbürtig  und können über verunreinigtes Saatgut verbreitet werden. Auch Mais kann von Fusarien infiziert sein. Bleiben nun die Ernterückstände vom (Körner)-mais auf dem Feld zurück und werden nicht sauber eingearbeitet, ist mit erhöhtem Infektionsdruck zu rechnen. Gleiches gilt bei Stoppelweizen im Mulchsaatverfahren. Eine gute Ackerhygiene, bei der die Ernterückstände gut eingemischt werden, reduziert den Infektionsdruck ungemein. (Auszug aus dem Rundschreiben, Ergebnisse Landessortenversuche erfragen Sie bitte bei Ihrem Berater)

07.06.2021:
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").