Getreide Ganzpflanzensilage (GPS)

Landberatung Rotenburg e. V.

 


Auf vielen Betrieben herrscht Grundfuttermangel. Um diese Grundfutterlücke zu schließen, kann Getreide frühzeitig gehäckselt und siliert werden. GPS ist ein energiereiches aber eiweißarmes Grundfutter. Für die Silierung kommen besonders Gerste, Weizen und Triticale in Frage, weil diese eine hohe Energiedichte im Korn haben und ein günstiges Verhältnis zwischen Korn und Stroh haben.

Um eine hohe Energiedichte im Siliergut zu haben, muss der Kornanteil mindestens 50 % betragen. Der optimale Erntezeitpunkt ist erreicht, wenn das Korn am Anfang der Teigreife ist (Finger­nagel lässt sich nur noch leicht eindrücken). Die Blätter beginnen sich gerade leicht gelb zu verfärben. In der Regel liegt dieser Zeitpunkt ca. zwei bis drei Wochen vor dem Dresch­termin.

Ganzpflanzensilage ist nicht so leicht silierbar, weil sich die Luft zwischen den Halmen hält. Es muss für die Verarbeitung ein Exakthäcksel  mit Schneidwerk, ein eingebauter Corn-Cracker und ein Reibblock eingesetzt werden. Die Häcksellänge sollte zwischen sechs und acht Millimeter liegen und es muss mit schwerem Walzgerät verdichtet werden. Es empfiehlt sich ein Siliermittel­zusatz der Wirkungsrichtung 2, z.B. Bonsilage Plus oder Biocool. Die Silage sollte mindestens sechs Wochen durchsilieren, bevor diese verfüttert wird.

08.05.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").