Grünschnittroggen nach Mais

Landberatung im Landkreis Osterholz e.V.

Ist auf dem Betrieb Futter knapp sollte man überlegen auf den freigewordenen Maisflächen jetzt Grünroggen zur Futternutzung auszusäen. Zur Aussaat werden spezielle Grünroggensorten angeboten. Diese weisen gegenüber Körnernutzungssorten eine zügigere Wachstumsentwicklung, größere Pflanzenlängen und niedrigere Kornerträge auf. Derartige Sorten sind besonders gut für den Winterzwischenfruchtanbau geeignet und liefern
schon früh im Jahr einen entsprechenden Biomasseaufwuchs. Versuche mit Grünroggensorten werden von der Landwirtschaftskammer durchgeführt. Dabei wurde zu unterschiedlichen Terminen geerntet:

  • kurz nach dem Beginn des Ährenschiebens (ca. Anfang Mai): um möglichst zeitgerechten Aussaat eines nachfolgenden Hauptfruchtmaises gerecht zu werden.
  • um den 20. Mai mit angestrebten TM-Gehalten von 25 %: um hohe Erträge und Qualitäten generierenzu können.

Bei der späteren Ernte konnten in der Vergangenheit regelmäßig höhere Erträge erzielt werden. In der Praxis steht hingegen die zeitgerechte Aussaat des nachfolgenden Maises im Vordergrund. Grünschnittroggen sollte nach Möglichkeit mitte bis Ende September mit einer Saatstärke von
250 – 300 Kö/m² gedrillt werden.

19.09.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").