Gülledüngung nach Maisernte nicht mehr zulässig – Düngebehörde kontrolliert!

Beratungsring Sellstedt e. V.

 

Nach späträumender Hauptfrucht (auch Mais) darf keine Gülle mehr ausgebracht werden. Es ist davon auszugehen, dass das Einhalten dieses Verbots durch die Düngebehörde auch 2019 kontrolliert wird.

In Wasserschutzgebieten darf ab dem 1. Oktober auch auf Grünland keine Gülle mehr ausgebracht werden. Die „reguläre“ Sperrfrist auf Grünland beginnt am 01. November – bei Vorverlegung (s.u.) am 16. Oktober.  Somit ist die Ausbringung von Wirtschaftsdünger im Herbst eingeschränkt. Auch aus diesem Grund überlegen viele Betriebe, wo Gülle noch eingesetzt werden kann.

Nach der letzten Grünlandnutzung (4. oder 5. Schnitt) ist (außerhalb von WSG) zeitnah eine eingeschränkte Gülledüngung (bis zum 15. bzw. 31. Oktober) möglich. Nachweislich wird die Winterhärte durch diese Maßnahme erhöht - mehr als 35 kg N/ha werden jedoch durch den Bestand nicht aufgenommen. Somit ist die Güllegabe auf eine Menge von 10 – 12 m³ je ha zu begrenzen. Deutlich höhere Gaben regen die Vegetation im Herbst unnötig an, was dann zu hohen Auswinterungsschäden führt. Bestände deutlich über 10 cm Wuchshöhe sind zum Jahresende unbedingt zu mulchen, um Narbenschäden und Mäusebesatz so gering wie möglich zu halten.


10.09.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").

Informieren Sie sich auch auf unseren Seiten über den Nährstoffmanager:

- https://www.naehrstoffmanager.de/duengeplanung/

- https://www.landberatung.de/service/landberatung-naehrstoffmanager/naehrstoffmanagement.html

- https://www.naehrstoffmanager.de/stoffstrombilanz/

- http://www.ackerschlagkartei.com/Startseite/