Herbizidmaßnahmen im Wintergetreide

Landberatung Lüneburg e. V.

 

Schwierige Bedingungen im Herbst 2017 haben zu einem relativ hohen Anteil noch unbehandelter Getreideflächen geführt. Zusätzlich haben relativ milde Temperaturen zu weit entwickelten Unkräutern und Ungräsern geführt.
Nachdem wärmeres und sonnigeres Wetter eingesetzt hat, die Nächte frostfrei sind und ein deutliches Wachstum der Bestände zu erkennen ist, kann mit den Herbizidmaßnahmen begonnen werden. Vorher sollten auch im Herbst behandelte Schläge auf den Bekämpfungserfolg hin kontrolliert werden. Bei den frühen Einsätzen steht zunächst eine gute Wirkung gegen die Ungräser im Vordergrund. In vielen Fällen werden weitere Behandlungen auch gegen später auflaufende Unkräuter notwendig sein.

Unbedingt früh zu bekämpfen sind jedoch neben dem Ehrenpreis insbesondere die sich im Ringgebiet ausbreitenden Problemunkräuter Storchschnabel und Hundskerbel. Aufgrund der Resistenzbildung des Windhalms sollte beim Einsatz von Herbiziden auf einen regelmäßigen Wirkstoffklassenwechsel geachtet werden. Der Einsatz von IPU-haltigen Mitteln ist grundsätzlich nicht mehr erlaubt.

Zur Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz sind Anwendungen so früh wie möglich durchzuführen. Dies gilt insbesondere für im Herbst unbehandelte Flächen. Die Böden sollten dabei frostfrei sein.
(Auszug aus dem Rundschreiben)

06.03.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen zu Mittelwahl und-anwendung wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").