Keine Düngung bei Dauerfrost oder auf schneebedeckten Böden!

Landberatung Springe e. V.

 

Nach der Neuen Düngeverordnung ist in § 5 festgelegt, das Düngemittel nur ausgebracht werden dürfen, wenn der Boden nicht wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist. Jeder Landwirt hat die die Pflicht vor einer Ausbringung von Gülle und anderen stickstoffhaltigen Düngemitteln die Aufnahmefähigkeit des Bodens zu prüfen. Aufgrund der Großwetterlage des DWD ist damit zu rechnen, dass ab Sonntag den 25.02.2018 in allen Regionen Niedersachsens Dauerfrost herrscht, sodass die Böden im Tagesverlauf nicht oberflächig auftauen. Unter diesen Bedingungen ist das Ausbringen von N- und P-haltigen Düngemittel, wie z.B. Gülle, Geflügelkot, Jauche, Gärresten und mineralische Düngemittel wie z.B. SSA, HS, KAS oder AHL verboten!

Lediglich Mist von Huf- und Klauentieren dürfte auf bewachsenen Flächen auch bei Dauerfrost gestreut werden.

Zusätzlich zum Frost ist regional mit Schneefällen zu rechnen. Es wird darauf hingewiesen, dass auf schneebedeckten Flächen, bei denen der Boden durch die Schneeauflage nicht mehr zu erkennen ist, eine Düngung ebenfalls verboten ist.

Diese o.g. Regelungen gelten für Grünland und Ackerland gleichermaßen und sollen der Abschwemmungsgefahr vorbeugen. Besondere Vorsicht ist bei hängigen Flächen geboten. Hier besteht eine hohe Abschwemmungsgefahr, auch oder insbesondere bei nachfolgendem Tauwetter und/oder Niederschlägen. Wenn zudem Gülle oder Gärreste mit geringen Trockensubstanzgehalten aufgebracht werden und der Getreidebestand nur schwach entwickelt ist (Spätsaaten), ist ein Abfließen kaum zu verhindern. Denken Sie daran, dass unter diesen Bedingungen auch nur max. 60 kg N/ha an organ. Düngemittel ausgebracht werden dürfen. Auf einigen Flächen ist bei größeren Ausbringmengen die Gülle/Gärrest bereits geflossen.

27.02.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").