Krautabtötung in Kartoffeln

Landberatung Gifhorn-Wolfsburg e. V.

 

Für die Krautabtötung kommen sowohl mechanische als auch chemische Maßnahmen in Frage. Im Pflanzkartoffelanbau spielt die rechtzeitige Krautabtötung eine wichtige Rolle, da andernfalls mit späten Virusinfektionen zu rechnen ist.

Strategien der Krautabtötung:

- Krautminderung grundsätzlich erst, wenn die Bestände in die natürliche Abreife übergehen, sich die Blätter von blau zu gelbgrün verfärben.

- Bei frühen Maßnahmen in grünen, physiologisch aktiven Beständen, Kraut langsam und schonend entfernen.

- Vorab Knollenprobe nehmen (Sortierung und Stärkegehalt).

- Krautabtötung nicht unter Trockenstress, andernfalls kann es zu Beeinträchtigungen der inneren Qualität (Gefäßbündelverbräunungen, Nabelendnekrosen) kommen.

- Das Splittingverfahren hat sich in der Praxis bewährt. Wichtig ist dabei vor allem, dass der Bestand bei der ersten Anwendung geöffnet wird (mechanisch oder chemisch), damit das eingesetzte Mittel in der nachfolgenden Anwendung auf die unteren Blattetagen und Stängelteile gelangen kann.

Der Zusatz eines sporenwirksamen Fungizides zur chemischen Krautabtötung bekämpft latent vorhandene Phytophthorasporen und reduziert das Risiko der Einwaschung infektiöser Krautfäulesporen an die Knolle. Bei anhaltendem Krautfäuledruck ist es damit vor allem in Pflanzkartoffeln sinnvoll, bei der ersten Krautabtötungsmaßnahme sporenwirksame Fungizide beizumischen.

(Auszug aus dem Rundschreiben)

22.08.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").