Längere Lagerungsdauer für den Mist von Huf- und Klauentieren

Landberatung Harzvorland e. V.

 

In der Land und Forst Nr. 46 (Seite 34-37) wurde auf die verpflichtende längere Lagerungsdauer für Wirtschaftsdünger hingewiesen, der sich durch §12 Düngeverordnung ergibt. Für Mist von Huf- und Klauentieren ist jetzt eine Lagerkapazität für 2 Monate auf dem Betrieb nachzuweisen.
Dazu zählt auch die Verweildauer des Mistes im Stall (Tretmiststall).

Das heißt ab sofort muss jeder Betrieb mit nur einem Pferd eine Mistlagermöglichkeit für 2 Monate nachweisen. Die Alternative hierzu ist ein Abnahmevertrag mit einer Biogasanlage, die wiederum für die Aufnahme von Stallmist ausgelegt sein muss. Eine weitere Alternative zum Bau einer eigenen Mistplatte ist die Anpachtung von vorhandenem Lagerraum.

Die Zwischenlagerung am Feldrand für 6 Monate bleibt davon unberührt. Dieser Erlass gilt zumindest noch bis Ende 2020.
 
Pro Pferd müssen 1,87 qm betriebseigene Lagerfläche nachgewiesen werden. Sind die Tiere auch im Winter auf der Weide, reduziert das den Lagerraumbedarf anteilig. Auch das Lagervolumen im Stall ist zu berücksichtigen. Wird der Mist länger als 2 Monate im Stall gelagert, ist der Lagerraum im Stall ausreichend.

Lagerung in abgedeckten Containern ist zulässig.

Bei Mastschweinen auf Stroh ist auch die anfallende Jauche zu berücksichtigen. Hier wird von einer erforderlichen Lagerdauer von mindestens 6 Monaten ausgegangen. Im Ackerbaubetrieb ohne Grünland setzt die LWK die Mindestlagerdauer für Jauche auf 9 Monate fest. Ist die Mistplatte nicht überdacht, muss Lagerraum für Niederschlagswasser vorhanden sein. 
(Auszug aus dem Rundschreiben)


11.12.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").