Liquidität auf Rinder haltenden Betrieben

LUB Zeven e. V.

 

Die Liquidität ist insbesondere auf den Milchviehbetrieben und Bullenmastbetrieben wegen niedriger Produktpreise und fehlendem Grundfutter angespannt. Eine wesentliche Steigerung des Milchpreises bis Jahresende sehen wir nicht. Jeder Betrieb sollte seine Liquidität bis Jahresende vorplanen. Hierbei sind insbesondere die Ausgaben für Maisernte, Pacht im Oktober sowie vierteljährliche oder halbjährliche Kapitaldienstraten einzuplanen. Bei vielen kommen auch noch vierteljährliche Steuerzahlungen dazu. Wenn abzusehen ist, dass die Kreditlinie auf dem laufenden Konto nicht ausreicht, sollte vorher rechtzeitig der Kontakt mit der Hausbank gesucht werden. Bei Bedarf bieten wir eine Liquiditätsplanung an.

Weiterhin sollten die Privatausgaben kritisch hinterfragt werden.

Kühe, die wenig Milch geben, nicht tragend sind oder anderweitig problematisch sind, sind bei niedrigen Milchpreisen und fehlendem Futter unwirtschaftlich. Deshalb sollten diese besser verkauft werden. Gleiches gilt bei Überbelegung im Stall, meistens wird die Gesamtmilchleistung nach der Abstockung kaum weniger.


06.08.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").