Mangan-Blattdüngung erhöht Winterfestigkeit

Landberatung Rotenburg e.V.

Wuchsdepressionen im Wintergetreide sind häufig Ursache von Manganmangel. Dies zeigt sich besonders unter kalten und trockenen Bedingungen. Vor allem Wintergerste reagiert auf nicht optimale Bedingungen sehr schnell mit Blattaufhellungen. Zur Steigerung der Winterfestigkeit von Winter­gerste sollte prophylaktisch ab dem 3-Blattstadium eine Manganblattdüngung von ca. 150 g Mn/ha angeboten werden. Die Blattdüngung kann mit einer Unkraut- und Insektizidmaßnahme kombiniert werden. Bei akutem Mangel sind die Aufwand­mengen zu verdoppeln!

Bei schwachen Boden-pH-Werten ist die Mobilität von Nährstoffen im Ungleichgewicht, Mangan­blattdüngungen sind dann nicht erforderlich! Zur Situationsverbesserung ist zügig eine Kalkung durchzuführen. Bewährt haben sich Kopfkalkungen mit gekörnten Kalken, die je nach Technik Streu­breiten von 15-36 m ermöglichen, so dass entlang der Fahrgassen gedüngt werden kann,  zum Beispiel mit 10 dt/ha Granukal.

Hinweis: Der Spurenelementebedarf von Wintergetreide ist bei Mangan hoch, während der Bedarf von Zink, Bor und Molybdän niedrig ist.

 

02.11.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei Fragen zu Pflanzenschutzmitteln und Aufwendmengen sowie sonstigen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").