Maßnahmen im Wintergetreide

LUB Sittensen-Wilstedt e. V.

 

Mit den steigenden Temperaturen schreitet nun auch das Pflanzenwachstum zügig voran. Früh bestellte Wintergetreidebestände befinden sich bereits im Schossen. Blattkrankheiten sind teilweise auf den alten Blättern zu finden und müssen beobachtet werden. Fungizidanwendungen sind aber generell nicht vor EC 31 (1-Knoten-Stadium) sinnvoll!

Geplante Herbizidmaßnahmen auf bisher unbehandelten Flächen sind abzuschließen!

Bei Aufhellungen im Wintergetreide, insbesondere in Wintergerste, liegt die Ursache häufig in einem Manganmangel, da die Verfügbarkeit bei Trockenheit und Kälte begrenzt ist. Bei deutlichem Mangel sollte eine Blattdüngung mit ca. 200 g/ha Mangan erfolgen.

Wachstumsreglermaßnahmen sollten möglichst in Kombination mit der ersten Fungizidmaßnahme ab EC 31/32 appliziert werden, so dass für viele Bestände noch etwas Zeit bleibt. Durch das sehr wüchsige Wetter der zurückliegenden Tage sind früh bestellte Winterroggenschläge bereits in EC 31/32. Winterroggen sollte unbedingt in EC 31/32 eingekürzt werden. Da der Gesundheitsstatus zurzeit relativ gut ist, kann dies auch als Einzelmaßnahme durchgeführt werden. Zur Gesunderhaltung wäre es denkbar, die Behandlung mit einem günstigen Fungizid zu kombinieren.

Die Wasserversorgung des Bodens ist zurzeit noch günstig, so dass die Wachstumsregler nicht zu knapp eingesetzt werden müssen. Die Aufwandmengen je nach Standort, Sorte, Stickstoffangebot und Bestandsentwicklung anpassen. Aufgrund der guten Bedingungen sind die höheren Aufwandmengen zurzeit  zu favorisieren.
(Auszug aus dem Rundschreiben)


17.04.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen zu Mittelauswahl und -anwendung wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").