Neuregelungen für Gülleausbringung

LU Harburg e. V.

 

Flüssige organische sowie flüssige organische-mineralische Dünger müssen auf bestelltem Acker ab dem  1. Februar 2020 streifenförmig auf den Boden abgelegt oder direkt in den Boden injiziert werden. Für Grünland und Feldgras gelten diese Regelungen ab dem 1. Februar 2025. Schwenkverteiler und Prallteller dürfen ab 2020 nicht mehr auf bestelltem Acker eingesetzt werden. Das gilt ab 2025 auch für Feldfutterbau und Grünland. Die Ausbringung mit Schleppschlauch, Schleppschuh oder Injektoren wird ab Februar 2020 im bestellten Ackerland verpflichtend sein. Auf Antrag sind Ausnahmen bei naturräumlichen oder agrarstrukturellen Besonderheiten oder aus Sicherheitsgründen möglich. 

Neuregelungen bei der Einarbeitung:
Auch bei der Einarbeitung gibt es neue Regelungen. Organische und organisch-mineralische Düngemittel mit wesentlichem Gehalt an Stickstoff müssen mindestens vier Stunden nach der Aufbringung auf unbestelltem Ackerland eingearbeitet sein. Achtung: zukünftig in roten Gebieten innerhalb einer Stunde Einarbeitungsfrist!

Ausnahmen sind Festmist (Huf- und Klauentiere), Kompost, Düngemittel mit einer Trockenmasse von weniger als zwei Prozent. Harnstoff mit Ureasehemmern: Harnstoff muss ab dem 1. Februar 2020 mit Ureasehemmstoff versetzt sein oder ebenfalls innerhalb von vier Stunden eingearbeitet sein. Siehe oben.

Bereits verboten ist nach der neuen Düngeverordnung folgende Ausbringtechnik:
- Festmiststreuer ohne gesteuerte Mistzufuhr zum Verteiler
- Gülle-/Jauchewagen mit freiem Auslauf auf den Verteiler
- Zentraler nach oben abstrahlender Prallverteiler
- Güllewagen mit senkrecht angeordneter Schleuderscheibe
- Drehstrahlregner zur Verregnung von Gülle

19.11.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").