Nmin Probenahme

LB Börßum e.V.

Erste Nmin-Probenergebnisse liegen vor. Sie sind erwartungsgemäß sehr niedrig. Teilweise liegen die Werte bei 1-5 kg je Schicht. Vergleicht man die langjährigen Durchschnittswerte der LWK für unseren Klimaraum mit denen, die in den letzten Jahren hier gezogen worden sind, stellen wir teilweise erhebliche Differenzen fest.
Da es bei der neuen Düngebedarfsermittlung letztlich auf jedes Kilogramm Stickstoff ankommt, insbesondere wenn es um die Proteinwerte geht, sollten verstärkt eigene Proben gezogen werden. Für eine optimale N-Ausnutzung ist eine ausreichende Schwefelversorgung sehr wichtig, daher sollten in allen Getreidekulturen, eine Schwefeldüngung in Höhe von 20-30kg eingeplant werden.
Schwefel unterliegt wie Stickstoff, der Verlagerung bzw. Auswaschung. Daher ist nach rund 700mm Niederschlag seit der letzten Ernte, hier mit sehr niedrigen Werten zu rechnen. Wo es der Boden zulässt müssen die Proben auf 90 cm gezogen werden. Wer die Proben selbst nimmt, sollte sich überlegen die dreiteiligen Göttinger Bohrstöcke in Gemeinschaft mit mehreren Betrieben anzuschaffen. Diese können ohne schweren Kunststoffhammer verwendet werden, und sind damit deutlich rückenschonender.

14.02.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei weitergehenden Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").