Pferdehalter aufgepasst - Jakobskreuzkraut (JKK) wirksam bekämpfen

LU Harburg e. V.

 


Jakobskreuzkraut findet man in der Regel auf extensiv genutzten, lichten Grünlandflächen. Das JKK ist konkurrenzschwach und braucht Platz in der Grasnarbe. Bevorzugt steht das JKK auf wenig gedüngten, sandigen Böden. Eine geeignete JKK-Prophylaxe ist demnach eine angepasste Pflege der Weiden und Wiesen. Weiden sollten nach der Beweidung nachgemäht und im August oder September mit geeigneten Gräsermischungen nachgesät werden. Auch eine angepasste Düngung ist zu empfehlen. Die Folge sind geschlossene Grasnarben, gegen die das JKK nicht ankommt.

Bereits befallene Weideflächen können bei geringem Besatz durch Ausstechen der einzelnen Pflanzen saniert werden.  Wichtig ist, dass die Wurzel mit entfernt wird. Wird der Aufwuchs abgemäht ist damit zurechnen, dass die Pflanzen wieder austreiben. Dann kann es sinnvoll sein, die Fläche mit Pflanzenschutzmitteln zu behandeln. Dies kann ganzflächig erfolgen oder horstweise. Wichtig ist, dass das Mähgut nicht verfüttert wird sondern von der Fläche abgefahren und entsorgt werden muss. Die Bekämpfung in jeglicher Form sollte zwingend vor der Ausbildung der Samenreife erfolgen! Zur Bekämpfung von JKK weist das Herbizid ..... einen hohen Wirkungsgrad auf. Die Anwendung darf nur mit einem gültigen Pflanzenschutz-Sachkundenachweis erfolgen. Auf die Anwendungsbestimmungen der einzelnen Pflanzenschutzmittel gilt es zu achten und diese einzuhalten.

Insbesondere Pferdehalter sollten das JKK von Ihren Flächen verbannen. Die Aufnahme über das Futter verursacht u.a. eine Leberschädigung in Form von Nekrosen. Diese dauerhaften Schäden beeinträchtigen die Gesundheit und das Immunsystem der Tiere nachhaltig. Auch in Form von Heu oder Silage verliert das JKK seinen Gehalt an seinen Toxinen nicht. Im Gegenteil, im getrockneten Futter kann das JKK nicht mehr selektiert werden und die Tiere nehmen es somit ungewollt auf.

Auf der Weide meiden die Tiere die giftige Pflanze in der Regel, wenn ausreichend Futter auf der Fläche vorhanden ist. Davon ausgenommen können insbesondere unerfahrene und junge Tiere schädliche Mengen aufnehmen.  

22.06.2021:
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen zu Mittelwahl und -anwendung wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").