Preise für Düngemittel sind unerwartet stark gestiegen

LUB Zeven e. V.

 

Die Preise für N-Düngemittel sind im Febr. 2021 stark gestiegen. KAS und AHL haben um rd. 20 €/t zugelegt. Für die aktuelle Kursentwicklung spielen gleich mehrere Faktoren eine maßgebliche Rolle:

1.  Die Energiepreise sind ungewöhnlich stark gestiegen. Für die N-Düngerherstellung sind die Erdgaspreise von großer Bedeutung, weil sie rd. 75 % der Herstellungskosten ausmachen.

2.  Die Getreidepreise haben in jüngerer Zeit beachtlich zugelegt. Im Düngersektor beherrschen nur wenige Anbieter das Markt- und Preisgeschehen und sind daher in der Lage, die höhere Wertschöpfung der Düngeranwender infolge höherer Getreidepreise durch ein Preisdiktat für sich auszunutzen.

3.  Als Schwerlastgut sind Düngemittel auf einen reibungslosen (Wasser-)Straßentransport angewiesen. Der jüngste Wintereinbruch hat zu kurzfristigen Behinderungen geführt.

Ob und inwieweit die Düngerpreise weiter steigen, bleibt vorerst offen.

•    Der Wintereinbruch war nur von kurzer Dauer; die Felder sind stark durchnässt und so schnell nicht befahrbar. Die Düngetermine sind zurzeit nicht drängend.

•   Die DüngeVO reduziert den Düngerbedarf. Organischer Dünger steht reichlich zur Verfügung.

•    Die Corona-Pandemie bremst die wirtschaftliche Entwicklung weltweit mit der Folge verringerten Energiebedarfs und möglicher wieder nachgebender Ölpreise.

•    Die Getreidepreise erleben zurzeit einen spekulativen Höhenflug, der durch die fundamentale Versorgungslage nicht zwingend begründet wird. Festere Kassapreise liefern Hinweise.

Wer nach den Empfehlungen Düngemittel für die 1. Gabe in Frühbezug gekauft hat, sieht sich in seinem vorausschauenden Handeln überdurchschnittlich hoch bestätigt. Seinerzeit (Sommermonate 2020) waren die Düngerpreise auf ihrem Tiefpunkt, wie seit Jahren nicht mehr.

(Auszug aus dem Rundschreiben)

04.03.2021:
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").

 

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