Produktionstechnik Weizen

Beratergemeinschaft Hildesheimer Land

 


Durch die Niederschläge der vergangenen Woche konnte man ein gewisses „Aufatmen“ der Bestände beobachten. In weit entwickelten Beständen zeigt sich das vorletzte Blatt, später Rübenweizen befindet sich in EC 31/32. Im Allgemeinen sehen die Bestände gut aus und der gegebene Dünger konnte wirken. Tendenziell steht der Maisweizen am üppigsten. Mancher spät gedrillter Rübenweizen tut sich etwas schwerer (→ Brachfliege). Dort kann es gegebenenfalls Sinn machen jetzt eine kleine Zwischengabe (20-30 kg N) auszubringen.
 
Krankheitssituation und weiterer Fungizideinsatz:
 
Zum Teil sind nach erfolgter Wachstumsregler + Azol-Behandlung verbrannte Blattspitzen und Aufhellungen zu beobachten. Des Weiteren hat die Witterung der letzten Wochen zu verschiedenen Stresssymptomen und Vergilbungen geführt.

 
Die Krankheitssituation ist im Allgemeinen weiterhin entspannt. Durch die gefallenen Niederschläge und entsprechende Blattnässe könnten allerdings Septoria-Infektionen begünstigt werden. Rostpusteln konnten wir bisher noch nicht beobachten. Bestände weiterhin intensiv kontrollieren, da besonders Gelbrost sich sehr rasch ausbreiten kann. In dichten Beständen ist Stängelmehltau zu finden, solange sich dieser jedoch nicht auf die Blätter ausbreitet ist die Krankheit zu vernachlässigen.

Je nach Krankheitsauftreten und Sorte muss als nächstes über die Fahnenblattbehandlung entschieden werden:
 
→ im Maisweizen sollte generell eine Dreifachstrategie gefahren werden, um die Abschlussbehandlung möglichst spät (in der Blüte) durchführen zu können.
 
→ in anfälligen Sorten wir ebenfalls eine Fahnenblattbehandlung (= Dreifachstrategie)
 
→ in eher blattgesunden Sorten und bei weiterhin geringem Krankheitsaufkommen kann alternativ auch mit einer Zweifachstrategie gearbeitet werden. In diesem Falle sollte die Abschlussbehandlung zum Ährenschieben erfolgen und die Aufwandmengen um ca. 25% erhöht werden. 
 

08.05.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").