Rapsumbrüche

Landberatung Northeim

 

In unserer Region sind nur ca. 70 % der geplanten Rapsflächen bestellt worden. Auf den bestellten Flächen sind die Feldaufgänge stark unterschiedlich, richtig gute Bestände sind selten. Stehen lassen oder umbrechen ist häufig weiterhin die Frage, hier kann man leider keine Pauschalempfehlung geben. Pflanzen, die jetzt noch nicht zu sehen sind, bleiben zurück und sind stark auswinterungsgefährdet
Daher sollte die Entscheidung jetzt gefällt werden, um noch vernünftig Getreide säen zu können.
In die Umbruchentscheidung müssen mehrere Aspekte eingehen:
1. Das Ausmaß des Problems:
2. Die Überwinterungswahrscheinlichkeit:
3. Die Bodenart:
4. Die Unkrautbekämpfung:
5. Die Ertragsfähigkeit der vorhandenen Pflanzen:

In „Lücken“ ( >25-30%) sollte dann noch mindestens der ½ Bestand an Rapspflanzen stehen. Wir gehen davon aus, dass vielleicht noch wenige/ einzelne Pflanzen nachlaufen. Bei sehr großen Lücken in den Flächen, ist ein Umbruch meist wirtschaftlicher.
Stickstoff dürfte auf den meisten Flächen genug vorhanden sein, bzw. mobilisiert werden. Wir raten aktuell von einer N-Düngung ab. Nach dem 1. Oktoberdürfen generell keine N-Gaben mehr in den Kulturen ausgebracht werden. Vor der Düngung muss der Bedarfswert der Kultur in einer „Herbstdüngeplanung“ dokumentiert sein.

Auszug aus dem Rundschreiben

26.09.2018

Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").