Schädlinge in Zuckerrüben

Landberatung Hamel-Holzminden e.V.

Einzelne Rübenflächen konnten schon bestellt werden. Für viele Böden ist es jedoch noch zu nass. Nach der Saat können Mäuse große Schäden anrichten, indem sie, meist der Reihe folgend, die Pillen knacken. Die Gefahr durch Mäuseschäden besteht bis zur Keimung der Rüben. Bei hohem Mäusebesatz ist ggf. eine Ablenkungsfütterung am Feldrand mit geröstetem Getreide, Sonnenblumenkernen oder Nuss-Nougatcreme angeraten. Auch Schnecken können besonders am Rand zum Problem werden. Kontrollieren Sie regelmäßig und streuen Sie rechtzeitig Schneckenkorn!
Ab diesem Jahr steht uns keine insektizide Beize mehr zur Verfügung, die die Pflanzen oberirdisch bis zum 6-Blattstadium von Schädlingen wie Moosknopfkäfer, Blattläusen oder Rübenfliege schützt! Ab dem Auflaufen müssen die Flächen regelmäßig kontrolliert werden!

Um die Schädlinge frühzeitig zu erkennen und damit größere Schäden zu verhindern, sollten die Bestände nach der Saat regelmäßig kontrolliert werden! Auch sollten auf möglichst vielen Flächen Gelbschalen aufgestellt werden, um einen Befallsbeginn schneller zu erkennen. Eine leere Gelbschale heißt nicht automatisch dass alles in Ordnung ist! Die Pflanzen selber müssen auch kontrolliert werden, um z.B. unterirdischen Befall von Moosknopfkäfern zu erkennen.
Die grüne Pfirsichblattlaus ist der am schwierigsten zu bonitierende aber der am stärksten schädigende Schädling. Es wäre jedoch ein Trugschluss zu glauben, dass man einfach in jede Herbizidmischung ein Insektizid zugibt und alles wäre in Ordnung. Viele Insektizide helfen nicht mehr, da die Läuse resistent geworden sind. Eine pauschale Insektizidmaßnahme darf in keinem Fall erfolgen, um die Resistenzen nicht noch weiter zu verschlimmern und den Nützlingen eine Chance zu ermöglichen! Auch ist die Mischbarkeit mit Herbiziden i.d.R. nicht gegeben! Ab diesem Jahr wird es deshalb ein landesweites Monitoring geben, bei dem viele Organisationen festgelegte Standorte in regelmäßigen Abständen kontrollieren und die Daten veröffentlichen. Damit ist ein guter Eindruck über die Gesamtsituation zu bekommen.

(Auszug aus dem Rundschreiben)

04.04.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").

02.04.2019
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