Vier verschiedene Dokumentationspflichten zur Düngung

Landberatung Schaumburg e. V.

 

Die Düngeverordnung aus 2017 entfaltet nach und nach ihre volle Wirkung.
Im Endstadium gibt es vier verschiedene Dokumentationspflichten:

1. Düngebedarfsermittlungen
jeweils vor der Herbstdüngung nach der Getreideernte und vor der Frühjahrsdüngung zur Hauptvegetation. Fehlende Düngebedarfsermittlung führt zu 3% Kürzung der Betriebsprämie, unvollständige/unrichtige Düngebedarfsermittlung führt zu 1% Kürzung.

2. Nährstoffvergleich, der ab dem Düngejahr 2018 neu als sogenannte plausibilisierte Flächenbilanz gerechnet werden muss.

3. max. 170 kg N/ha und Jahr betriebliche N-Obergrenze für organische Dünger (Wirtschaftsdünger, Gärreste, …). Die Einhaltung haben wir auch schon in der Vergangenheit zusammen  mit dem Nährstoffvergleich berechnet.
Während bisher nur der Stickstoffanteil aus tierischer Herkunft berücksichtigt werden brauchte, muss ab dem Düngerjahr 2018 der in organischen  Düngern enthaltene Gesamtstickstoff eingerechnet werden. Das führt insbesondere beim Einsatz von Gärresten zu deutlich veränderten Ergebnissen, weil darin der Stickstoffanteil aus tierischer Herkunft meist nur ca. 30 % des Gesamt-N beträgt. Bei Kompost gilt eine N-Obergrenze von 510 kg N/ha in 3 Jahren.

4. Stoffstrombilanz, die zunächst nur für viehstarke Betriebe, flächenlose tierhaltende Betriebe und Biogasanlagen mit Wirtschaftsdüngerbezug aus Stoffstrombilanz-pflichtigen Betrieben zusätzlich erforderlich wird. (Auszug aus dem Rundschreiben)


06.11.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").