Vorgaben der DüVO bei der Frühjahrsdüngung

Landberatung Hameln-Holzminden e.V. & VuB „Zwischen Deister und Leine"

Bei der Ausbringung von organischen und mineralischen Düngern müssen die Regelungen der Düngeverordnung beachtet werden. Die folgenden Bedingungen gelten für stickstoff- und phosphathaltige Düngemittel, dazu gehören: Gülle, Jauche, Gärreste und Mist. Die Sperrfrist auf Acker- und Grünland endet mit dem 31. Januar.

- Aufnahmefähigkeit des Bodens:

Ist der Boden überschwemmt, wassergesättigt oder gefroren (ohne
dass er über den Tag antaut), dürfen Düngemittel mit wesentlichen Gehalten an Stickstoff (> 1,5 % i.d.TS) und Phosphat (> 0,5 % i.d.TS) nicht auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht werden. Am Tage antauende Böden dürfen bei der Ausbringung von Düngemitteln nicht wassergesättigt sein!
Die Ausbringung auf schneebedeckten Böden darf nicht mehr erfolgen, wenn die Bodenoberfläche durch Schneeauflage nicht mehr zu erkennen ist. Weiterhin sind bei der Aufbringung auf gefrorene Böden (mit tagsüber antauenden Böden) nur noch max. 60 kg Gesamt-N/ha erlaubt. Die Frost-Eindringtiefe spielt keine Rolle. Festmist von Huf- und Klauentieren sowie Kompost und Champost sind hiervon nicht betroffen. Die Sperrfrist hierfür endete am 15.01. Auch muss der Boden bei Mist und Kompostausbringung tagsüber nicht antauen.

Laut Prüfdienst sind wassergesättigte Böden daran zu erkennen, dass Wasserlachen in der Fläche (nicht in Fahrspuren) bestehen. Weiterhin tritt beim Formen des Bodens Wasser aus. Ebenfalls gelten frostfreie, nicht befahrbare Böden als wassergesättigt. Dies gilt auch für Flächen, bei denen Schmelzwasser durch den Frost im Untergrund nicht versickern kann.

Einarbeitungspflicht: Die Einarbeitung org. Düngemittel auf unbestelltem Ackerland (auch bei absterbenden Zwischenfrüchten) muss unverzüglich erfolgen, spätestens jedoch 4 Stunden nach der Ausbringung abgeschlossen sein. Bei warmem, sonnigem und/oder windigem Wetter sollte die Einarbeitungszeit entsprechend verkürzt werden, um höhere Verluste zu vermeiden. Festmiste von Huf- und Klauentieren sowie Komposte/Champoste und andere Düngemittel mit < 2 % TM unterliegen nicht der Einarbeitungspflicht.

Ebenfalls mit zu beachten sind die Regelabstände zu Gewässern und eventuelle zusätzliche Auflagen in den Wasserschutzgebieten!

(Auszug aus dem Rundschreiben)

25.01.2019

Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").

 

Informieren Sie sich auch auf unseren Seiten über den Nährstoffmanager:

- https://www.naehrstoffmanager.de/duengeplanung/

- https://www.landberatung.de/service/landberatung-naehrstoffmanager/naehrstoffmanagement.html

- https://www.naehrstoffmanager.de/stoffstrombilanz/