Was ist beim Einsatz von Carbokalk gemäß neuer Düngeverordnung zu beachten?

Landberatung e. V. Bad Fallingbostel

 

Carbokalk enthält pro Tonne Frischmasse ca. 280 kg CaO, 14 kg P2O5, 12 kg MgO, 2,5 kg S, 1 kg N. Die üblichen Ausbringungsmengen liegen je nach Bodenuntersuchung bei 4-5 t/ha. Carbokalk ist KEIN Düngemittel mit wesentlichem N-Gehalt (>1,5% N in der TM oder >0,5% P2O5 in der TM); der Kalkdünger ist damit nicht von der 30/60er Regelung (Begrenzung der Ausbringungsmengen im Herbst) und der Sperrfrist betroffen, darf also auch in der Sperrfrist und auf gefrorene Flächen beispielsweise zu Wintergetreide ausgebracht werden.

Die mit dem Carbokalk ausgebrachten N-Mengen müssen nicht mit 10 % der Vorjahresdüngung bei der Erstellung der N-Düngebedarfsermittlung im Frühjahr berücksichtigt werden!

Müssen die N und P2O5-Mengen im Nährstoffvergleich berücksichtigt werden? Im Nährstoffvergleich müssen die Mengen berücksichtigt werden, die in der Deklaration gem. DüMV deklariert werden müssen! Unser aktueller Wissensstand ist der, dass die Schwellenwerte für die N- und P2O5-Deklaration vermutlich nicht erreicht werden. Demnach keine Berücksichtigung im Nährstoffvergleich! Fragen Sie unbedingt nach der düngerechtlichen Deklaration! Bei der Düngeplanung sollten die Inhaltsstoffe des Carbokalks natürlich angerechnet werden. Lagerung: Carbokalk kann derzeit noch ohne Abdeckung am Feldrand gelagert und mit Großflächenkreiselstreuern ausgebrachtwerden.

 14.12.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").