Wintergetreide: Vegetation etwa 10 Tage voraus

Landberatung Rotenburg e. V.

Die Ausgangssituation zur Wasserversorgung der Böden ist, verglichen mit dem Vorjahr, zurzeit  ungünstiger und das Getreide leidet schon etwas unter der Bodentrockenheit. In Rotenburg haben wir im April 18 l/m2 Niederschlag als Monatswert erfasst, damit bleiben wir deutlich unter den Erwartungen.

Die Niederschläge der letzten Tage und die Wetterprognose für die laufende Woche könnten noch  eine Situationsverbesserung einleiten, es steigt damit aber auch das Aufkommen von Infektionen.

Die Wintergetreidebestände sind schon sehr weit entwickelt, Winterroggen und Wintergerste beginnen mit dem Ähren- bzw. Grannenschieben. Sofern kein Fungizidschutz mehr besteht kann die Abschlussbehandlung mit dem Erscheinen des Fahnenblattes in Wintergerste, Winterroggen und Wintertriticale erfolgen.

Auf schwachen Standorten ohne Beregnung ist es überlegenswert, die Fungizidbehandlungen mit reduzierten Aufwandmengen oder mit preiswerten Fungiziden durchzuführen.  Im letzten Jahr waren  die Ertragszuwächse durch Fungizideinsätze gering, da es sehr trocken war. Zur Ertrags- und Qualitätssicherung ist es trotzdem empfehlenswert, eine Fungizidbehandlung durchzuführen. Von einem Verzicht der Fungizidbehandlung ist zumindest in Roggen, Triticale und Weizen abzuraten, da der weitere Witterungsverlauf die Ausbreitung von Gelb- und Braunrost fördern könnte. (Auszug aus dem Rundschreiben)

02.05.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").