Winterroggen-Anbau

Landberatung Springe e. V.


Der Roggenanbau hat auf den leichteren, extrem trockenen Sandstandorten unter Trockenstressbedingungen gegenüber Winterweizen noch akzeptable Leistungen erreicht. Da der Roggen überwiegend auf den ertragsschwächeren Standorten angebaut wurde, waren die Schäden durch Trockenheit ausgeprägter als auf den besseren Standorten. Bei günstiger Niederschlagsverteilung konnte der Roggen regional gute Erträge erzielen. Für trockene, kalte und schwierige Standorte bleibt der Roggenanbau für einige Betriebe eine Alternative zu Wintergerste und Winterweizen. Eine zeitige Ernte ist unbedingt anzustreben.

Als Saatmengen sind für die Hybridsorten zu normalen Saatterminen 170 bis 200 keimfähige Körner je qm zu empfehlen. Bei Spätsaaten und schwierigen Bestellbedingungen sollten Sie bis 20 % Zuschlag geben.

Extreme Frühsaaten (Anfang bis Mitte September) vertragen Saatmengen, die bei 120 bis 140 keimfähigen Körnern je qm liegen. Diese extremen Dünnsaaten werden jedoch nicht empfohlen, da sich das Bestäubungsverhalten in den Beständen verschlechtert und zusätzlich die Gefahr von Zwiewuchs besteht. Beides kann, je nach Jahreswitterung, den Mutterkornbesatz fördern. Roggen bevorzugt eine flache Ablagetiefe von 1,5 bis 2 cm.

20.08.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").