Wirtschaftlichkeitsvergleich Sommerungen

Landberatung Gifhorn-Wolfsburg e.V.


Was im Herbst 2017 die Nässe an Problemen für die Aussaat brachte, war in 2018 der Trockenheit zuzuschreiben. So steht z.B. bei einigen Rapsbeständen die Entscheidung noch aus, ob der Bestand stehengelassen werden kann oder, ob er umgebrochen werden muss. Daher sollen im Folgenden ein paar Anregungen für die Auswahl einer passenden Sommerung aufgeführt werden.
Annahmen: bei den Berechnungen sind die Düngeraufwendungen rein mineralisch mit diesjährigem Preisniveau kalkuliert, die Getreideernte wird durch den Lohnunternehmer durchgeführt und der Mais ist mit einem Verkauf „ab Halm“ berechnet. Bei Kartoffeln wurde die Lagerung nicht berücksichtigt, da bei kurzfristiger Entscheidung für eine Kultur Lagerkapazitäten i.d.R. nicht vorhanden sind. Meistens sind die Lagerkosten unter Berücksichtigung der Lagerverluste höher als die dafür gezahlten Zuschläge.

Die Zahlen sollen einen Anhaltspunkt sein. Jeder Betrieb muss für den betriebsindividuellen Wirtschaftlichkeitsvergleich die Zahlen durch seine Ertragsfähigkeit und Kostenstrukturen anpassen. Aufgrund des vorhandenen Vertragsanbaus bei Kartoffeln und Mais bestehen nur noch wenige Variationsmöglichkeiten bei der Auswahl der Sommerungen für die Aussaat 2019. Silomais und Energierüben werden aufgrund der z.T. immer noch hohen Lagerbestände nur wenig nachgefragt. Zusätzlich muss v.a. bei Kartoffeln vorab geprüft werden, ob überhaupt noch Pflanzgut der geplanten Sorte zu bekommen ist.
(Auszug aus dem Rundschreiben)

24.01.2019
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen zur Sortenwahl wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").