Zwischenfrüchte zur Futternutzung

Landberatung Northeim e. V.


Die frühe Ernte wäre gut geeignet, um frühzeitige Aussaaten von Futterpflanzen (Futterknappheit) vorzunehmen. Derzeit ist es aber auf den meisten Standorten zu trocken, Sie sollten warten, bis sich die Saatbedingungen verbessern, nicht in den „Mull“ drillen. Zu Futterzwecken kann Weidelgras nach Gerste oder GPS angebaut werden. Für die intensive Herbstnutzung eignet sich nur das 1-jährige Weidelgras gut. Bei frühen Aussaatterminen sind tetraploide Sorten mehr zu berücksichtigen, da sie nicht so schnell schossen wie diploide Sorten. Vom Welschen Weidelgras möchte man gern mind. 2 Schnitte ernten.

Man kann bei der Auswahl des Saatgutes zwischen Sorten zur ausschließlichen Silonutzung und solchen zur Frischfuttervorlage unterscheiden.

 
Pflanzenbaulich gilt für das „Einjährige“ einheitlich:
- Eine saubere Pflugfurche mit guter Rückverfestigung und einem feinkrümeligen Saatbett ist einer Mulchsaat, besonders bei trockenen Verhältnissen, vorzuziehen.
- Die Aussaatstärke liegt bei 35 - 45 kg/ha.
- N-Düngung unter korrekter Anrechnung von Gülle/Gärrest oder Stallmist  70-90 kg N/ha nicht überschreiten. Höhere N-Gaben sind genauso wie eiweißreiche Futtermittel (z.B. Wicken oder Futterraps) aus ernährungsphysiologischer Sicht für die Verfütterung an Milchkühe nicht anzustreben.

- Die Aussaat des Weidelgrases sollte sofort nach WG-Räumung erfolgen, die Ablagetiefe von max. 1-2 cm einhalten, evtl.ist Herbizidmaßnahme im 3-Blattstadium z.B. gegen Melde erforderlich. 

(Auszug aus dem Rundschreiben)

10.07.2018
Anmerkung der Redaktion: Bei weiteren Fragen auch zur Sortenwahl wenden Sie sich bitte an Ihren Berater vor Ort (siehe Baum oben - "Beratung vor Ort").