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Herbizideinsatz und Gräserbekämpfung in Zuckerrüben

Herbizideinsatz

Die Zuckerrübenaussaat findet in diesem Jahr aufgrund der Nässe relativ spät und verzettelt statt. Während die ersten Bestände schon gegen Unkraut behandelt wurden, sind andere noch gar nicht gedrillt. Die Ausrichtung des Herbizideinsatzes bei Zuckerrüben sollte nicht anhand der Rüben, sondern anhand des Stadiums der Unkräuter erfolgen. Kontrollieren Sie daher die Bestände nach dem Feldaufgang der Rüben. Vorsicht bei angesagten kühlen Temperaturen (Nachtfrösten)! Hier ist ggf. ein Splitting die verträglichere Alternative (v.a. bei bereits großen Unkräutern mit entsprechend erforderlichen Aufwandmengen). Achten Sie ebenfalls auf eine ausreichende Benetzung der Unkräuter (Düse, Wasseraufwandmenge), da die Mittel i.d.R. reine Kontaktmittel bzw. Bodenwirkstoffe sind. Maßnahmen am Vormittag haben den positiven Effekt, dass weniger Staubentwicklung ist, die die Benetzung behindert; im Gegenzug sind die Maßnahmen aber aufgrund der häufig geringeren Wachsschichten auch „griffiger“ (sowohl für die Unkräuter als auch für die Rübe).

Eigenmischungen … sind meistens preisgünstiger als die Kombinationsprodukte.

 

Gräserbekämpfung

In den meisten Fällen muss eine gezielte Maßnahme im Nachauflauf gegen Ungräser und Ausfallgetreide mit den bekannten Gräserspezialisten erfolgen.
Zurzeit finden wir auf einigen Flächen wieder angewachsene Ungräser oder Ausfallgetreide, welche die Bodenbearbeitung überlebt haben. Hier muss abgewogen werden, ob bereits eine frühe Maßnahme zwischen der 1. und der 2. NAK erforderlich wird. Gleiches gilt für Flächen, auf denen es schon früh zum Auflauf von Ackerfuchsschwanz kommt.

Gräser und Ausfallgetreide sollten sich im 2 bis 3Blattstadium befinden, um eine sichere Wirkstoffaufnahme und verteilung zu gewährleisten.
Bewährt hat sich daher der Soloeinsatz zwischen der 2. und der 3. NAK.

Nur bei sehr geringem Grasdruck und unter guten Witterungsbedingungen wäre auch der
Zusatz von Gräserherbiziden mit reduzierter Aufwandmenge und ohne Additiv zur NAK möglich.
Optimal und am verträglichsten ist ein Abstand von 3 bis 4 Tagen zwischen NAK und Grami
nizideinsatz.
Additivzusätze sichern die Wirkung bei stabiler Wachsschicht und trockener Witterung ab.

Hirsen sind mittlerweile auch auf den Flächen in unserer Region weit verbreitet. Sie laufen oft erst spät und dann in Wellen auf. Dadurch werden die Nachläufer nicht immer ausreichend erfasst. Die Bekämpfung muss rechtzeitig erfolgen, bevor die Rübenblätter die Hirse zu stark beschatten. Bereits aufgelaufene Pflanzen sollten mit den oben in der Tabelle genannten Gräserherbiziden bekämpft werden. Bei starkem Druck verhindert das Bodenherbizid Spectrum durch seine lange Wirksamkeit ein Nachlaufen der Hirse.

(Auszüge aus den Rundschreiben)

Zu Mittelwahl und -anwendung befragen Sie bitte Ihren Berater vor Ort.

Autoren:

Landberatung Gifhorn-Wolfsburg e. V.

Beratergemeinschaft Hildesheimer Land

10.05.2023

 

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