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Maisabreife

Die LWK Niedersachsen führt jährlich Abreifeprüfungen in den unterschiedlichen Regionen und den unterschiedlichen Reifegruppen im Silomais durch. Angestrebt wird ein TS-Gehalt von 32 – 35 % TS im Erntegut. Zu stark abgereifte Bestände lassen sich nur noch schlecht verdichten und schlecht verdauen.

Zur Siloreife liegen die TS Gehalte im Kolben bei 50 – 55 %, während die Restpflanze nur auf einen TS-Gehalt von ca 20 % kommt. Man kann von einer TS-Zunahme im Kolben von ca 5 % pro Woche ausgehen. Für den Standort in Rockstedt wurde am 05.05. der Mais gelegt. Folgende TS-Gehalte wurden am 21.08. gemessen:

 

Hieraus ergeben sich voraussichtliche Erntetermine für frühe Sorten Ende September, mit- telfrühe Sorten um den Monatswechsel und mittelspäte Sorten werden wohl erst im Oktober erntereif sein.

Wesentlichen Einfluss auf die Abreife hat allerdings neben der Reifegruppe auch der Saattermin.

Die Erntereifeprüfung hat nur eine unterstützende Funktion und ersetzt nicht die Kontrolle der eigenen Bestände. Auch eine Kontrolle aus dem Auto auf die erste Reihe ist nicht aus- reichend.

Neben der Messung des TS-Gehalts gibt es auch Möglichkeiten, den TS-Gehalt zu schätzen.

 

Schätzung Restpflanze:

Wringen Sie die Pflanze 30 – 40 cm über dem Schnitt aus. Tritt dabei Pflanzensaft aus ist der TS-Gehalt bei ca. 18 %, bildet sich Schaum, liegt er bei ca. 24 %. Wenn kein Saft oder Schaum mehr austritt, liegt der TS-Gehalt der Restpflanze über 28 %.

 

Schätzung Kolben:

Brechen Sie den Kolben durch, und pulen Körner ab. Spritzt beim Endrücken mit dem Daumennagel noch Saft aus, liegt der TS-Gehalt im Kolben unter 35 %, kann das Korn nicht mehr eingedrückt werden, ist ca 50% TS erreicht. Sobald der schwarze Punkt am Korn vorhanden ist sind um 60 % TS erreicht.

Autor: LUB Zeven e. V.

07.09.2023

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