Maßnahmen in Leguminosen

Landberatung Gifhorn-Wolfsburg e. V.

Frühbestellte Ackerbohnen beginnen mit der Blüte, auch wenn die Pflanzen noch nicht besonders lang gewachsen sind bei der Trockenheit. Die Besiedelung mit Blattrandkäfern (Fraßsymptome siehe Bild rechts) hält an! Gleichzeitig nimmt der Druck mit Schwarzer Bohnenlaus zu (Blattunterseiten und Blütenstände kontrollieren.

Auch die Futtererbsen sollten regelmäßig auf Läusebefall kontrolliert werden. Ab Ende der Erbsenblüte sind die Bestände auf den Erbsenwickler zu kontrollieren. Die Bekämpfungsschwelle liegt bei einem Falter auf drei Pflanzen. Der Schaden entsteht durch die in den Hülsen fressenden Raupen. Lupinen benötigen in Normaljahren keine Insektizidbehandlung.

Krankheiten in Ackerbohnen
Als Hauptkrankheiten treten auf: die sog. Schokoladenfleckenkrankheit (Botrytis fabae; schokoladenbraune Flecken/Spritzer auf Blättern, Stängeln und Hülsen, rund und scharf abgegrenzt), Bohnenrost (hellbraune Rostpusteln auf der Blattober- und –unterseite mit später auftretenden dunkelbraunen, pulverigen Sporen) und die sog. Brennfleckenkrankheit (Ascochyta fabae; runde braune, eingesunkene Flecken auf Hülsen und Samen, später auch auf Blättern und Stengeln). Die Infektion erfolgt über das Saatgut. Bei Verwendung von Z-Saatgut oder gesundem Saatgut besteht keine Gefahr.

Krankheiten in Futtererbsen
Erbsen sind i.d.R. relativ gesund. Als ertragsrelevante Krankheiten können dennoch die sog. Brennfleckenkrankheit (Beschreibung s.o. Ackerbohnen), Grauschimmel (Botrytis cinerea; in den Blattachseln und an Hülsenspitzen grauer Schimmelbelag, der sich später über eine größere Blattfläche ausdehnen kann), Falscher Mehltau (Vergilbung der unteren Blätter, Blattunterseite mit grauem Pilzrasen; Saatgutbürtig und Überdauerung an Pflanzenresten möglich) und nicht zuletzt der Erbsenrost (auf der Ober- und Unterseite der Blätter bis zu einem Millimeter große hellbraune Sporenlager, gegen Ende der Vegetationsperiode braunschwarze Sporenlager) auftreten.

Krankheiten in Lupinen
Anthraknose (Brennflecken mit dunkelbraunem Rand und hellerem, teils gelborange gefärbtem Zentrum, die auch an den Hülsen zu sehen sein können). Die Erstinfektion erfolgt über das Saatgut. Die weitere Verbreitung wird durch Niederschlag und Länge der Blattnässe maßgeblich beeinflusst.

(Auszug aus dem Rundschreiben)

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