Schneckenaktivität kontrollieren

Aufgrund der sehr guten Bedingungen konnten sich extrem große Populationen von Schnecken-Arten aufbauen und auf einigen Standorten wurden schon Fraßaktivitäten beobachtet. Vor allem Ausfallraps und Ausfallgetreide von Weg-/Feldrändern her sind i.d.R. bis auf mehrere Meter in den Schlag hinein kahlgefressen.

Besonders gefährdet sind auflaufende Raps-Bestände; aber auch andere später zu bestellende Winterungen. Hier gilt es bereits vor der Aussaat pflanzenbauliche Maßnahmen zu ergreifen:
– Bodenbearbeitung möglichst feinkrümelig und mit optimaler Rückverfestigung
– Entzug von Nahrungsquellen durch Bodenbearbeitung
– Bodenbearbeitung zerstört Eigelege
– Randbearbeitung
– Vermeidung eines grobklutigen Saatbettes.

Auflaufende (Raps)-Saaten sollten zeitnah und intensiv auf Schneckenaktivität kontrolliert werden! Optimal eignen sich spezielle Schneckenfolien oder ein feuchter Jutesack unter die Schneckenkorn gelegt wird. Als Bekämpfungsrichtwert gelten 1-2 Schnecken in 1-2 Tagen.

 

Zu Mittelwahl und -anwendung fragen Sie Ihren Berater vor Ort 

 

Beachten Sie bei der Ausbringung, dass zum einen die Köderdichte ausreichend ist. Zum anderen sind Gewässerabstände einzuhalten und bei der Ausbringung mit Granulat-/Düngerstreuern müssen diese eine gültige Prüfplakette haben (Sicht- und Funktionsprüfung da Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln)! Nach entsprechenden Niederschlagsereignissen kann evtl. eine erneute Überfahrt erforderlich sein (begrenzte Regenstabilität der Köder).

 

 

18.08.2025

Landberatung Gifhorn-Wolfsburg

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