Anfang Mai steht wieder der erste Grassilageschnitt an. Für eine erfolgreiche Silagequalität sind einige Punkte zu beachten. Zum Schnittzeitpunkt werden 22 bis 23 % Rohfaser im Gras angestrebt, wichtiger ist aber, ein gutes Wetterfenster ohne Regen zu finden.
Also kann im Zweifelsfall lieber früher gemäht werden. Der fehlende Ertrag wird in der Regel beim zweiten Schnitt ausgeglichen. Der Rohfasergehalt in der Trockenmasse steigt mit jedem Tag um 0,5 %-0,8 % an, der Energiegehalt sinkt um 0,05 bis 0,1 MJ NEL je Tag. Kurze Feldliegezeiten sind anzustreben, die Silage sollte zwischen 35 -40 % Trockensubstanz haben.
Hohe Aschegehalte sind für die Silierung problematisch, eine Schnitthöhe von 6-8 cm verringert die Futterverschmutzung und die Keimgehalte im Futter. Der Einsatz von Siliermitteln hat sich bewährt.
Für die Fütterung an Kühe ist der Häcksler dem Ladewagen vorzuziehen. Intensives Walzen und Abdecken mit Unterziehfolie und Silofolie sollte Standard sein.
Die Silobreite und Höhe sind so zu wählen, dass ein Vorschub von 2 m in der Woche im Sommer gewährleistet ist.
22.04.2026